Dienstag, 24. November 2015

Ab heute gibt es den neuen 20-Euro-Schein

Das „Porträt-Fenster“ ist das innovative Sicherheitsmerkmal des neuen Geldscheins, von dem die Europäische Zentralbank bereits 4,3 Milliarden Stück gedruckt hat. Die Polizei warnt vor Falschgeldannahme im Vorweihnachtsstress.

Der neue 20-Euro-Schein ist ab Mittwoch im Umlauf.
Der neue 20-Euro-Schein ist ab Mittwoch im Umlauf. - Foto: © APA/AFP

Ab Mittwoch können die Verbraucher in den Euro-Ländern die neuen 20-Euro-Banknoten in den Händen halten. Neben den bereits bekannten neuen Sicherheitsmerkmalen wie Porträt-Wasserzeichen und Smaragdzahl enthält der neue Zwanziger ein besonders innovatives Sicherheitsmerkmal: das „Porträt-Fenster“.

Durch das „Porträt-Fenster“ am oberen Rand des Hologramms, das bei Betrachtung gegen das Licht durchsichtig wird, ist die neue 20 Euro-Banknote leicht erkennbar, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in einer Presseaussendung mit. Im Fenster erscheint ein Porträt der Europa, einer Gestalt aus der griechischen Mythologie, das von beiden Seiten zu erkennen ist.

Bisher sind laut EZB 4,3 Milliarden neue 20-Euro-Banknoten gedruckt worden. „Bargeld war, ist und bleibt ein wichtiges Zahlungsmittel. Die Einführung der neuen 20-Euro-Banknote ist dafür ein greifbarer Beweis“, so EZB-Direktor Yves Mersch.

Die neue 20-Euro-Banknote wurde bereits im Februar vorgestellt. Die Banken und Einzelhändler bekamen von der Nationalbank Gelegenheit, Geräte und Personal auf den Umgang mit den neuen Geldscheinen vorzubereiten, um eine problemlose und flächendeckende Annahme der neuen Banknoten sicherzustellen.

Das österreichische Bundeskriminalamt (BK) warnt vor der Annahme von Falschgeld im vorweihnachtlichem Stress. Um sich vor Schaden zu bewahren, empfiehlt das BK, sich wieder die Sicherheitsmerkmale der Euronoten, die ohne technische Hilfsmittel mittels „Fühlen – Sehen – Kippen“ festgestellt werden können, in Erinnerung zu rufen.

Die österreichische Kriminalitätsstatistik zeigte laut BK im ersten Halbjahr 2015 bei Währungsfälschungen einen Anstieg von über 150 Prozent. Damit sei Österreich dem im Jahr 2014 festgestellten europäischen Trend gefolgt. Die am meisten gefälschte Euro-Banknote ist nach wie vor der 50-Euro-Schein gefolgt von der 20- und 100-Euro-Note.

Um Fälschern das Handwerk schwerer zu machen, werden in den kommenden Jahren auch die noch ausstehenden Nennwerte ausgetauscht. Den Anfang hatten die Fünf- und Zehn-Euro-Scheine gemacht. Nach dem Zwanzig-Euro-Schein folgen in aufsteigender Reihenfolge die Noten mit den höheren Nennwerten: 50, 100, 200 sowie 500 Euro. Alle Banknoten der ersten Serie bleiben bis auf Weiteres gesetzliches Zahlungsmittel.

apa

stol