Donnerstag, 08. Oktober 2015

Abgas-Skandal: Konkurrenz fährt VW davon

Die Abgas-Krise zwingt Volkswagen aus hohem Tempo zu einer Vollbremsung.

Foto: © APA/EPA

Der jahrelang auf Wachstum gepolte Konzern wird im Rennen mit Toyota und der Opel-Mutter GM um die Weltmarktführung zurückgeworfen. Manch ein Experte glaubt sogar, um bis zu zehn Jahre.

Allein die technische Beseitigung der Manipulation von Diesel-Emissionswerten dürfte Volkswagen bis Ende nächsten Jahres beschäftigen, schätzt der neue Vorstandschef Matthias Müller.

Noch ist völlig unklar, wie die Kundschaft darauf reagieren wird. „Die Konkurrenz sitzt bereits in den Startlöchern, um VW Kunden abzujagen“, sagt Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer.

Dazu Strafen und Schadenersatz

Hinzu kommen hohe Strafzahlungen und Schadensersatzansprüche, mit denen der Wolfsburger Konzern wegen der Manipulation rechnen muss. Um die Milliarden aufzubringen, hat Müller bereits schmerzhafte Einschnitte angekündigt.

Alle Investitionen werden noch einmal auf den Prüfstand gestellt. Das bereits beschlossene Sparprogramm von konzernweit rund zehn Milliarden Euro dürfte deutlich aufgestockt werden. Dem Zwölf-Marken-Konzern stünde dann weniger Geld für Neuentwicklungen und die Expansion zur Verfügung.

apa/reuters

stol