Donnerstag, 16. Juni 2016

Adidas peilt Rekord an

Der deutsche Sportartikelkonzern Adidas rechnet dank der Europameisterschaft mit Rekorden in seinem Fußballgeschäft. Der Umsatz mit Trikots, Schuhen und Bällen werde im laufenden Jahr verglichen mit dem vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro zulegen, hat der scheidende Adidas-Chef Herbert Hainer am Donnerstag in Paris gesagt.

Adidas hofft aufgrund der EM auf ein Fußballrekordgeschäft.
Adidas hofft aufgrund der EM auf ein Fußballrekordgeschäft. - Foto: © APA/Reuters

Zumindest in den fünf großen europäischen Märkten habe sein Haus die Position des Marktführers bei Fußballschuhen wieder vom Erzrivalen Nike zurückerobert. Gut ein Drittel aller Schuhe trügen wieder die drei Streifen der Herzogenauracher. Vor zwei Jahren noch hatten die Amerikaner den europäischen Platzhirsch in dem prestigeträchtigen Geschäft auf Platz 2 verdrängt.

Das deutsche Nationaltrikot werde sich 1,3 Millionen Mal verkaufen, erwartet Hainer. Die Menge ist in etwa so viel wie beim letzten Turnier um die beste Mannschaft Europas, aber deutlich weniger als bei der WM 2014, als Adidas drei Millionen Leibchen mit seinem Logo bedruckte.

Adidas gehört zu den offiziellen Sponsoren

Als offizieller Sponsor rechnet Adidas im laufenden Jahr damit, sieben Millionen EM-Bälle zu verkaufen, so viele wie vor vier Jahren, aber etwa nur halb so viel wie im WM-Jahr 2014.

Bei dem Sportspektakel in Paris rüstet Adidas neun Teams aus, Nike sechs und die kleinere Puma fünf. Adidas macht gut ein Zehntel seiner Jahreseinnahme mit Fußballprodukten.

Adidas und Nike im ständigen Konkurrenzkampf

Der Konkurrenzkampf der beiden großen Anbieter treibt die Preise für die Topspieler und -teams als Werbeträger in die Höhe. Für Adidas erhöht das auch den Druck als Sponsor der deutschen Nationalmannschaft. 

apa/reuters

stol