Dienstag, 24. Mai 2016

Adidas setzt wieder auf "Made in Germany"

Der deutsche Sportartikelhersteller bringt die Produktion zumindest teilweise näher an die Heimat zurück.

Der deutsche Sportartikelhersteller will wieder in der Heimat produzieren.
Der deutsche Sportartikelhersteller will wieder in der Heimat produzieren. - Foto: © APA

23 Jahre nachdem die letzte konzerneigene Fabrik in Deutschland dicht gemacht hat, setzt die Adidas-AG bei der Produktion stückweise wieder auf „Made in Germany“.

Im Herbst sollen die ersten 500 Paar wieder in Deutschland gefertigten Laufschuhe in den Handel gehen, kündigte der Konzern am Dienstag im mittelfränkischen Ansbach an. Vom kommenden Jahr an soll die Produktion dann in Serie gehen. Etwa eine halbe Millionen Paar Schuhe pro Jahr könnten dann in der alten, neuen Heimat entstehen.

Möglich machen es die Fortschritte bei der Automatisierung, denn die Schuhe werden fast ausschließlich von Robotern gefertigt. Zusammen mit der Oechsler AG hat Adidas eine 4600 Quadratmeter große Fertigungshalle für die kommerzielle Serienproduktion gebaut, eine weitere Anlage ist im kommenden Jahr in den USA geplant.

Zurzeit fertigt Adidas seine Schuhe in Asien, die dortigen Fabriken wird es auch weiterhin geben. Im vergangenen Jahr wurden in Asien ca. 300 Millionen Paar Schuhe hergestellt.

Der Name Adidas geht übrigens auf einen der beiden Firmengründer, Adolf "Adi" Dassler, zurück. Dessen Bruder Rudolf gründete, nach einem Streit, das Konkurrenzunternehmen Puma.

dpa/stol

stol