Mittwoch, 20. April 2016

Ältere Arbeitnehmer haben Angst um ihren Job

Die Stimmung bei Südtirols Arbeitnehmern ist besser als noch vor 12 Monaten. Dies ist das Ergebnis des jüngsten AFI-Barometers, das am Mittwochvormittag vorgestellt wurde. Jedoch wird ein Problem immer konkreter: 4 von 10 befragten Arbeitnehmer glauben, mit 65 Jahren nicht mehr den derzeitigen Beruf ausüben zu können.

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Foto: © shutterstock

4 Mal im Jahr führt das Arbeitsförderungsinstitut das sogenannte AFI-Barometer durch, um die Stimmung und die Entwicklung innerhalb der heimischen Arbeitnehmerschaft verfolgen zu können.

Die große Herausforderung laut der jüngsten Erhebung ist die Verlängerung des Erwerbslebens, da das Pensionsantrittsalter immer weiter steigt. So halten es 4 von 10 Arbeitnehmern für sehr oder eher unwahrscheinlich, ihren derzeitigen Beruf bis zum 65. Lebensjahr ausüben zu können.

Was ist der Hauptgrund dafür? Die Tätigkeit gehe mit hohen körperlichen und psychischen Belastungen einher, wie AFI-Direktor Stefan Perini betonte. Es müssten daher Maßnahmen entwickelt werden, um mit älteren Arbeitnehmern und dem Alterungsprozess im Arbeitsleben angemessen umgehen zu können.

Um länger arbeiten zu können, brauche es aus Sicht der befragten Arbeitnehmer vor allem Maßnahmen, um den arbeitsbezogenen Stress zu reduzieren (81 Prozent) und um die Beziehungen zwischen Kollegen und zu Vorgesetzten zu verbessern (75 Prozent). Für 53 Prozent wäre die Verkürzung der Arbeitszeit eine geeignete Maßnahme.

sor/D

stol