Merans Mietmarkt ist nahezu leer gefegt und gleichzeitig boomt die Wohnungsvermietung an Gäste. Denn wurden 2013 noch 500 Betten in kurzzeitvermieteten Wohnungen gezählt, so waren es 2023 mit 1750 Betten 3,5-mal so viele. <BR /><BR />„Diese Steigerung hat mich sehr beeindruckt. Bei der künftigen Bettenzuteilung werden wir hier einen Riegel vorschieben“, sagt Vizebürgermeisterin Katharina Zeller. Und sie weist auf einen weiteren wunden Punkt hin: „Mittlerweile werden Wohnungen mit Bewilligung zur Kurzzeitvermietung schon wertsteigernd weiterverkauft.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-63712505_quote" /><BR /><BR />Heute wird sich der Stadtrat mit den neuen Kriterien zur Zuteilung der vom Land zugewiesenen 296 Betten befassen. „Morgen (Dienstag, Anm. d. Red.) wird der Stadtrat eine politische Bewertung vornehmen, nachdem die Kriterien in den Koalitionsparteien besprochen wurden. Nächste Woche sollte dann der Ausschuss zu den Kriterien einen Beschluss fassen“, sagt der zuständige Stadtrat Marco Perbellini. Dann könnte die Verordnung zu den Kriterien noch im April vom Gemeinderat behandelt werden.<BR /><BR />„Diese Kriterien betreffen auch jene Betten, die künftig frei werden und in unserer Bettenbörse landen. Denn diese Entwicklung, dass private Wohnungen an Gäste vermietet werden, muss unterbunden werden“, sagt Zeller. Ihr Ziel: Keine solchen kurzzeitvermieteten Wohnungen mehr entstehen zu lassen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002665_image" /></div> <BR /><BR />Denn die Vizebürgermeisterin hat bereits ein neues Problem ausgemacht. „Wohnungen mit der sogenannten Tätigkeitsbeginn-Meldung (SUAP), sprich der Genehmigung für die Kurzzeitvermietung, werden mittlerweile im Paket weiterverkauft. Und diese SUAP wirkt sich sogar wertsteigernd aus. Denn diese SUAP für eine Wohnung verfällt nicht und wird auf den nächsten Besitzer übertragen“, sagt Zeller. <BR /><BR />Das heißt auch: Diese Wohnungen werden noch teurer verkauft – und für Einheimische noch unerschwinglicher – und kehren nicht in den normalen Mietkreislauf zurück. „Ich habe in dieser Angelegenheit bereits beim Gemeindenverband angeklopft, damit diese SUAP-Ermächtigungen für Privatvermietung bei Verkauf nicht einfach übertragen werden können. Ich werde da dahinter bleiben“, sagt Zeller. <BR /><BR />Zurück zur künftigen Bettenzuteilung: Der Stadtrat tüftelt derzeit an Kriterien, anhand dieser soll dann eine Rangliste für die Zuteilung von neuen, freien Betten erstellt werden. „Wir möchten beispielsweise unterbinden, dass Wohnungen in Mehrfamilienhäusern touristisch vermietet werden. Andererseits möchten wir bestehende gewerbliche Betriebe unterstützen und Jungunternehmer fördern“, sagt Zeller. <BR /><BR />Sobald das Bündel an Kriterien im Stadtrat abgesegnet ist, wird sich der Gemeinderat damit befassen. Dies sollte im April passieren. „Wir möchten, dass ab September die Ansuchen um Betten gestellt werden können“, sagt Zeller.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002668_image" /></div> Stadtrat <b>Marco Perbellini</b>s (Bild) Absicht wäre, dass bereits ab 1. Mai bis Ende September Ansuchen um Bettenzuteilung gestellt werden können. „Laut meinem Ansinnen sollte der Stadtrat dann Jahr für Jahr entscheiden, ob und wie viele Betten zugeteilt werden“, sagt Perbellini.<BR />