Donnerstag, 25. Juli 2019

Agrar- und Forstbericht 2018 vorgestellt

Agrar- und Forstlandesrat Arnold Schuler hat am Donnerstag den Agrar- und Forstbericht 2018 vorgestellt. Als wichtiges Arbeitsfeld wurde die Artenvielfalt hervorgehoben.

Agrar- und Forstlandesrat Arnold Schuler hat am Donnerstag den Agrar- und Forstbericht 2018 vorgestellt. Als wichtiges Arbeitsfeld wurde die Artenvielfalt hervorgehoben.
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Agrar- und Forstlandesrat Arnold Schuler hat am Donnerstag den Agrar- und Forstbericht 2018 vorgestellt. Als wichtiges Arbeitsfeld wurde die Artenvielfalt hervorgehoben. - Foto: © LPA

Vorausschauend sprach Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler die anstehende Neuausrichtung der Landwirtschaft an. Diese vollziehe sich sowohl in Südtirol, indem momentan auf Hochtouren an der Fertigstellung des Konzeptes "Landwirtschaft 2020 – 2030" gearbeitet werden. Aber auch auf europäischer Ebene sind Veränderungen am Laufen. "Im Jahr 2020 laufen die Förderprogramme aus. Nun gilt es die Weichen für 2027 und darüber hinaus richtig zu setzen", sagte Schuler.

Die EU plane künftig ihre ländlichen Entwicklungsprogramme überwiegend auf staatlicher, nicht mehr auf regionaler Ebene anzusetzen. Dadurch sei jedoch für Südtirol (und andere Regionen Italiens, aber auch anderer europäischer Staaten) zu befürchten, dass sich Laufzeiten verlängern und Verwaltungswege verkomplizieren. "Wir haben uns hier unter den Regionen vernetzt, um gemeinsam besser vorgehen zu können", berichtet der Landesrat.

Jahrhundertereignis Vaia: Dank Zusammenarbeit gut gemeistert

Als prägend für das vergangene Jahr bezeichnete Landesrat Arnold Schuler den Jahrhundertsturm Vaia, der insgesamt 1,5 Millionen Kubikmeter Holz innerhalb weniger Stunden gefällt hat. Landesforstdirektor Mario Broll bezeichnete in diesem Zusammenhang die geleistete Arbeit aller beteiligten Seiten als "großartig", gleichzeitig dürfe man nicht vergessen, dass auch das Ökosystem Wald eine einzigartige Leistung vollbracht habe.

So seien Wassermengen im Ausmaß des Fassungsvermögens des Stausees am Reschen vom Wald aufgefangen worden. Im Hinblick auf die Wanderwege hielt Broll fest, dass der Sicherheitsgedanke hier immer vorgehe. Dennoch sei man aktuell bemüht, gemeinsam mit den betroffenen Tourismusvereinen Lösungen zu finden, um auch hier schnellstmöglich alle Wege freigeben zu können.

Auch das Thema Großraubwild habe in Südtirols Landwirtschaft im Vorjahr einen großen Stellenwert eingenommen. Südtirol habe reagiert und dazu auch vom Verfassungsgerichtshof Recht bekommen. "Nun geht es an die Umsetzung, die wir in Zusammenarbeit mit der Höheren Anstalt für Umweltschutz und Forschung ISPRA erarbeiten", so Schuler.

lpa/stol

stol