Freitag, 30. April 2021

AgriJobs ist ein Jahr alt

Vor einem Jahr ging die Arbeitsvermittlungsplattform AgriJobs online. Sie war die Antwort des Südtiroler Bauernbundes auf die Schließung der Grenzen und die schwierige Lage am Arbeitsmarkt aufgrund der Corona-Krise. Mit dem ersten Jahr ist der Südtiroler Bauernbund sehr zufrieden.

„Wir möchten zukünftig verstärkt auch einheimische Arbeitskräfte ansprechen und für eine Tätigkeit in der Landwirtschaft gewinnen“, erklärt Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler.
Badge Local
„Wir möchten zukünftig verstärkt auch einheimische Arbeitskräfte ansprechen und für eine Tätigkeit in der Landwirtschaft gewinnen“, erklärt Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. - Foto: © www.smg.bz.it / IDM Südtirol/Florian Andergassen
Ein gutes Jahr ist es nun her, dass Südtirol erstmals im Lockdown war und Grenzen geschlossen wurden. Entsprechend groß war damals die Sorge, dass keine Arbeitskräfte aus dem Ausland für die Arbeit in der Landwirtschaft kommen würden.

Daher starteten der Südtiroler Bauernbund und „Karriere Südtirol“ die Arbeitsplattform AgriJobs. Die Idee dafür gab es schon länger. „Unser Ziel war und ist es, Angebot und Nachfrage zusammenführen. Einerseits gibt es Arbeiterinnen und Arbeiter, die gerne in der Landwirtschaft arbeiten möchten. Und andererseits benötigen bäuerliche Betriebe Arbeitskräfte – bis zu 28.000 im Jahr. Mit der Jobplattform soll die Vermittlung von Arbeitskräften erleichtert werden“, erklärt Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler.

„Auf AgriJobs können landwirtschaftliche Betriebsinhaber unkompliziert und zuverlässig offene Stellen bekanntmachen. Arbeitssuchende können schnell und einfach nach geeigneten Stellen suchen und den Betrieb direkt per Telefon oder E-Mail kontaktieren.“

Das Angebot ist im letzten Jahr gut angenommen worden. „Über 500 Betriebe haben offene Stellen angeboten und etwa 7000 Arbeitskräfte haben sich auf AgriJobs beworben“, fasst Tiefenthaler zusammen. Teilweise hätten sich bis zu 90 Personen für bestimmte Stellenangebote beworben.

Nach der Veröffentlichung der Seite wurde AgriJobs weiter ausgebaut und ist aktuell in mehreren Sprachen verfügbar. „Die Arbeitgeber können ihre Inserate auf Deutsch oder Italienisch verfassen, während Arbeitssuchende die Stellenbeschreibung in Deutsch, Italienisch, Englisch, Russisch, Rumänisch, Polnisch und Slowakisch lesen können“, sagt Tiefenthaler. Zudem wird die Arbeitsplattform in verschiedenen Ländern Osteuropas in den Sozialen Medien beworben.

Doch ausländische Arbeitskräfte sind nicht die einzige Zielgruppe. „Wir möchten zukünftig verstärkt auch einheimische Arbeitskräfte ansprechen und für eine Tätigkeit in der Landwirtschaft gewinnen“, so Tiefenthaler.

stol