Montag, 23. September 2019

Ahrntaler GrauKäse im Mittelpunkt

Am vergangenen Wochenende wurden die 2. Ahrntaler GrauKäsetage eröffnet. Beim Moserhof in Steinhaus wurde in Anwesenheit der Ehrengäste, Produzenten und Touristiker in die Veranstaltung eingeführt und einmal mehr der Ahrntaler Graukäse in den Mittelpunkt gestellt.

Offizieller Anschnitt des Graukäse: (v.l) Michael Oberhollenzer (Bio Moserhof, Steinhaus), Lambert Weitlaner (Südtiroler Bauernbund, Bezirk Pustertal), Paul Steger (Bezirksamt für Landwirtschaft Ost), Reinhard Steger (Verbandspräsident SKV) und Michael Zimmerhofer (Präsident des Tourismusverein Ahrntal). - Foto: TV Ahrntal
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Offizieller Anschnitt des Graukäse: (v.l) Michael Oberhollenzer (Bio Moserhof, Steinhaus), Lambert Weitlaner (Südtiroler Bauernbund, Bezirk Pustertal), Paul Steger (Bezirksamt für Landwirtschaft Ost), Reinhard Steger (Verbandspräsident SKV) und Michael Zimmerhofer (Präsident des Tourismusverein Ahrntal). - Foto: TV Ahrntal

Präsident Michael Zimmerhofer erläuterte in seiner Einführung Sinn und Aufgabe der 2. Ahrntaler GrauKäsetage und freute sich wiederum ganz besonders, dass es neuerlich gelungen ist, alle örtlichen Hofkäsereien, 24 Gastronomiebetriebe und sechs Geschäfte mit ins Boot zu holen. So wird an jedem einzelnen Tag in der Woche in einer der Hofkäsereien eine Führung und Verkostung angeboten, bei den teilnehmenden Gastronomiebetrieben die gesamte Woche hindurch Graukäsegerichte angeboten und in den Geschäften Verkostungen an einzelnen Tagen angeboten. Den großen Abschluss bilden dann das 7-Gänge-Flying Buffet an diesem Samstag im Vereinssaal von Steinhaus und die GrauKäsevariationen am Sonntag bei der Kristallalm hoch oben am Klausberg. Beim 7-Gänge-Flying Buffet werden sieben Köche aus dem Ahrntal den Graukäse in all seinen Facetten zubereiten und zum Verkosten verabreichen.

Gastgeber Michael Oberhollenzer ging in seiner Ansprache vor allem auf die Graukäse-Entwicklung in den letzten 15 bis 20 Jahren ein. So war der Graukäse schon fast in Vergessenheit geraten. Gemeinsam mit einigen Idealisten wie Martin Pircher und mit dem Köcheverband hat er sich dafür eingesetzt, das Produkt Graukäse neu zu beleben. Dies ist auch in beeindruckender Weise gelungen. So wurde er von Slow Food zum „Presidio“ erhoben. Somit zählt er zu den ganz besonderen Lebensmitteln. Ihm ist es wichtig, dass Lebensmittel nachhaltig produziert werden und der Ahrntaler Graukäse ist ein spezielles Beispiel dafür.

Elisabeth und Michael Oberhollenzer, Gottfried Strauß, Daniel Niederkofler, Michael Zimmerhofer und Landeshauptmann Arno Kompatscher. - Foto: TV Ahrntal

Der Bezirks-Vizeobmann des Südtiroler Bauernbunds freute sich sehr über die Initiative. Mit der Käseproduktion haben es einige Höfe geschafft, wieder mehr Selbstständigkeit zu erlangen. Zukünftig werden immer mehr Bauern auf einen Nebenerwerb angewiesen sein. Mit der Hofkäserei wird Einkommen generiert und trägt zur Hoferhaltung bei. Natürlich braucht es auch Partner, welche den Käse dann auch kaufen.

Der geschäftsführende Amtsdirektor beim Bezirksamt für Landwirtschaft, Paul Steger zeigte sich beeindruckt von der praktizierten Nachhaltigkeit bei der Graukäseproduktion vor Ort. Globale Wirtschaftsläufe werden in lokale umgewandelt. Er findet es besonders wichtig, dass die Landwirtschaft und der Tourismus zusammenarbeiteen und so gemeinsam weiterkommen. Er sprach sich nachdrücklich dafür aus, die Wirtschaftskreisläufe klein zu halten und auf Regionalität zu setzen.

SKV-Präsident Reinhard Steger stellte in den Raum, wenn die Ahrntaler den Graukäse entsprechend schätzen, wird er auch weiterhin Bestand haben. Der Graukäse ist ein geniales Produkt, leicht zu essen und fettarm. In der Zwischenzeit ist die Kreativität der Südtiroler Köche so weit fortgeschritten, dass der Graukäse bei vielen Gerichten in verschiedenster Form verwendet werden kann. Momentan gibt es einen Megatrend zur Verabreichung von guten Lebensmitteln. Die Leute suchen authentische Produkte und wollen auch erleben, wie dies alles produziert wird. Für Steger ist es besonders wichtig, dass lokale Produzenten und Konsumenten hinter dem Produkt standen und stehen. Der Ahrntaler Graukäse muss deshalb auch weiterhin gepflegt und gehegt werden.

Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher ließ es sich nicht nehmen, kurz bei den Ahrntaler GrauKäsetagen vorbei zuschauen und sich über die Aktivitäten rund um den Ahrntaler Graukäse zu informieren.

stol