Donnerstag, 29. September 2016

Air Berlin streicht 1.200 Stellen

Air Berlin zieht die Notbremse.

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Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft und Mutter der österreichischen Niki will ihre Kernflotte auf 75 Flugzeuge halbieren, das Geschäft mit Urlaubsflügen abspalten und bis zu 40 Maschinen der Lufthansa überlassen. Bis zu 1.200 Vollzeitstellen sollen in diesem Zuge wegfallen, wie Air Berlin am Mittwochabend mitteilte.

Das Touristikgeschäft mit rund 35 Flugzeugen will das schon lange kriselnde deutsche Unternehmen in einer eigenen Geschäftseinheit zusammenfassen und dafür „strategische Optionen“ prüfen. Insidern zufolge geht es dabei um ein mögliches Gemeinschaftsunternehmen mit dem deutschen TUI-Ferienflieger TUIfly.

„Durch den stetig zunehmenden Marktdruck sehen wir uns gezwungen, unser bestehendes komplexes Geschäftsmodell zu ändern“, sagte Air-Berlin-Chef Stefan Pichler. Es gehe darum, „Air Berlin eine Zukunft zu eröffnen“. Künftig soll sich die Airline nur noch als Netzwerk-Fluggesellschaft von den Drehkreuzen Düsseldorf und Berlin aus starten. Die Verwaltung soll in Berlin gebündelt werden.

apa/dpa-afx/reuters

stol