Mittwoch, 10. Mai 2017

Airbag-Rückrufe vervielfacht Verluste bei Takata

Der angeschlagene japanische Automobilzulieferer Takata ist wegen hoher Kosten durch den Rückruf fehlerhafter Airbags noch tiefer in die Verlustzone gerutscht.

Der angeschlagene japanische Automobilzulieferer Takata ist wegen hoher Kosten durch den Rückruf fehlerhafter Airbags noch tiefer in die Verlustzone gerutscht.
Der angeschlagene japanische Automobilzulieferer Takata ist wegen hoher Kosten durch den Rückruf fehlerhafter Airbags noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. - Foto: © shutterstock

Wie der Konzern am Mittwoch bekanntgab, fiel in dem am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 ein Fehlbetrag von rund 79,6 Mrd. Yen (642 Mio. Euro) an. Im Vorjahr hatte sich das Minus noch auf rund 13,1 Mrd. Yen belaufen.

Damit schreibt Takata nunmehr im dritten Jahr in Folge rote Zahlen. Der Umsatz sank um 7,7 Prozent auf 662,5 Mrd. Yen. Im noch bis zum 31. März 2018 laufenden Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen wieder mit einem Gewinn von netto 9 Mrd. Yen.

Defekte Airbags von Takata machen der Autoindustrie schon seit Jahren zu schaffen. Bei langer Einwirkung von Hitze und Luftfeuchtigkeit kann der Airbag bei einem Unfall zu stark auslösen. Die Mängel haben in den USA zum Rückruf von fast 70 Millionen Airbags geführt.

Takata lässt derzeit einen Sanierungsplan ausarbeiten. Laut Medienberichten erwägen die Gläubigerbanken und Autohersteller einen Plan, wonach Takata profitable Geschäftsbereiche wie die für Sitzgurte und Kindersitze in ein eigenes Unternehmen auslagert.

Demnach will der chinesische Autoteilehersteller Key Safety Systems (KSS) in solch eine neue Firma investieren. Takata hatte zu den laufenden Verhandlungen über einen Restrukturierungsplan kürzlich erklärt, es sei noch keine Entscheidung getroffen worden.

apa/dpa

stol