Montag, 22. Juni 2015

Airbnb und Co.: Tourismus-Experten sehen Handlungsbedarf

Rund 30 Spitzenvertreter der Hotellerie- und Gastgewerbeverbände aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Südtirol und der Schweiz haben sich jüngst in Bad Ragaz und Zürich zum alljährlichen Austausch getroffen. Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) war durch Präsident Manfred Pinzger und Vizedirektorin Ester Demetz vertreten.

Die Spitzenvertreter der Hotellerie- und Gastronomieverbände aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Südtirol und der Schweiz - Foto: HGV
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Die Spitzenvertreter der Hotellerie- und Gastronomieverbände aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Südtirol und der Schweiz - Foto: HGV

Das Jahrestreffen hat sich zu einer fest etablierten Plattform für den Dialog und den Austausch von Erfahrungen, Knowhow und Informationen entwickelt. Im Zentrum der Beratungen standen heuer Fragen der Lebensmittelkennzeichnung, der Lebensmittelkontrolle und der Nachhaltigkeit, ebenso wie aktuelle Herausforderungen in den Bereichen Tourismus und Beherbergung.

Einen wichtigen Themenblock bildete ein länderübergreifender Vergleich der gastgewerblichen Berufsbildung. „Einmal mehr zeigte sich dabei, dass die Betriebe in Südtirol bezüglich der Anstellung von Lehrlingen deutlich höhere Kosten als in den Nachbarländern zu tragen haben“, sagte HGV-Präsident Manfred Pinzger.

„Sharing Economy“ im Fokus

Ebenso Thema:  das Phänomen der „sharing economy“. „Unablässig entstehen neue Angebote in diesem Bereich“, schreibt der HGV in einer Presseaussendung. Anlass zu Diskussionen gaben insbesondere private Online-Anbieter, wie Airbnb.

Die deutschsprachigen Branchenverbände waren sich einig, dass Handlungsbedarf besteht. Verlangt wird insbesondere, dass alle Angebote, die professionell vermarktet werden, zu registrieren sind. Im Sinne der Gleichbehandlung wird weiter gefordert, dass bezüglich Sicherheit, Hygiene und Abgaben, die gleichen Auflagen erfüllt werden müssen, wie es für herkömmliche Anbieter der Fall ist.

stol