Dienstag, 11. Mai 2021

Airport Bozen: „Ready for take-off“ ab 15. Juni

Der Dornröschenschlaf ist wohl vorbei, der Airport Bozen wird mit Startschuss 15. Juni einen ansehnlichen Flugbetrieb aufnehmen und damit in eine neue Ära aufbrechen. Der Ticketverkauf soll bereits am 20. Mai anlaufen. Das versichert Eigentümer und Skyalps-Präsident Josef Gostner, der nach der anhaltenden coronabedingten Zwangspause erwartungsvoll in die Zukunft blickt.

Den Südtiroler Fluggästen und Touristen steht in wenigen Wochen das Tor zur Welt offen.
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Den Südtiroler Fluggästen und Touristen steht in wenigen Wochen das Tor zur Welt offen. - Foto: © Shutterstock / Geiger
„Zunächst starten wir mit den Destinationen Sardinien, Sizilien und Kalabrien sowie mit Linienflügen nach Olbia, und 6 Mal in der Woche wird Rom angeflogen“, zählt Gostner einige der Flugverbindungen auf. Ein Großteil des Flugbetriebes soll mit 15. Juni aufgenommen werden, ein weiterer Teil lediglich 2 Wochen später mit 1. Juli. Bei den Flügen von Bozen nach Rom sind auch Zwischenstopps in Parma bzw. Pescara geplant. Diese Verbindungen sind laut Gostner erst ein Anfang, denn auch die Ziele Ibiza, Düsseldorf und Berlin sind bereits spruchreif.

Damit dürfte den Südtiroler Fluggästen in wenigen Wochen das Tor zur Welt offenstehen. Und umgekehrt über die großen Drehkreuze Berlin, Rom und Düsseldorf natürlich den Gästen aus aller Welt die Urlaubsdestination Südtirol. „Vom Prinzip her verstehen wir uns als touristische Zubringer, und wenn man weiß, dass der Tourismus zu 50 Prozent direkt und indirekt für das Bruttosozialprodukt Südtirols verantwortlich ist, wollen wir alles tun, um ihn zu fördern“, sagt Gostner. Hürden gebe es keine mehr, einzig die coronabedingten Einschränkungen hätten eine frühere Inbetriebnahme verhindert.

Seines Wissens könne man die Flieger voll besetzen, auszugehen sei von einer Maskenpflicht während des Fluges.

Geflogen wird mit verhältnismäßig kleinen Dash-8-Maschinen mit einer Kapazität von 78 Passagieren. Billigflüge sind nicht zu erwarten, das sei nicht das angestrebte Ziel und aufgrund von gestiegenen Preisen ohnehin nicht denkbar. Grundsätzlich müsse man schauen, wie sich alles entwickelt. Jedenfalls zeigt sich Gostner überzeugt, dass der Regelbetrieb gut anlaufen wird.

Der Bozner Unternehmer hatte vor rund 2 Jahren durch eine private Bietergemeinschaft mit den beiden Geschäftspartnern Hans Peter Haselsteiner und René Benko den Bozner Flughafen übernommen. Der Wechsel der Betreiber war nach dem Flughafen-Referendum im Juni 2016 notwendig geworden, als sich über 70 Prozent gegen eine weitere öffentliche Finanzierung des Flughafens aussprachen.

az