Die Ernteausfälle beim ersten Grasschnitt seien enorm meint Vallazza. Besonders stark betroffen seien die Hanglagen. „Die Hänge sind vielerorts braun, teils sogar verdorrt – und die Erträge sind entsprechend gering.“<BR /><BR />„Die Landwirtschaft braucht dringend Regen, viel Regen“, betont Vallazza. Aber selbst dann sei ein Ausgleich der entstandenen Verluste kaum mehr möglich. „In höheren Lagen sind meist nur zwei Schnitte im Jahr möglich, wodurch die Einbußen besonders schwer wiegen“, erklärt der Bezirksobmann.<BR /><BR />Eine Bewässerung der Wiesen ist für Vallazza keine Lösung – zumindest derzeit nicht. Dafür bräuchte es große Speicherbecken für Regenwasser – „und die haben wir nicht“. Und Trinkwasser zu verwenden, komme nicht infrage. Schließlich sei die allgemeine Wasserlage derzeit dramatisch: „Aufgrund des schneearmen Winters und des viel zu trockenen Frühjahrs sind die Quellschüttungen spürbar zurückgegangen. Teilweise gibt es bereits Probleme bei der Trinkwasserversorgung.“ Auch die Bäche führten deutlich weniger Wasser als gewöhnlich.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1319283_image" /></div> <BR /><BR />Viele Betriebe sehen sich daher gezwungen, Heu zuzukaufen. Wegen der angespannten Lage in weiten Teilen Mitteleuropas sei dieses jedoch teuer. Daher warte man derzeit noch zu. Außerdem könnten manche Bauern noch auf Reserven aus dem Vorjahr zurückgreifen. „Da waren Menge und Qualität beim Heu gut“, sagt Vallazza. Ausgleichen könnten die Reserven die aktuellen Einbrüche aber nicht.<BR /><BR />Daher habe der Bauernbund das Thema im Land eingebracht und bemühe sich um Unterstützungsmaßnahmen. Bereits vor einigen Jahren habe es Ausgleichszahlungen gegeben. „So etwas wird es auch heuer brauchen“, ist Vallazza überzeugt. Nur so könnten die betroffenen Betriebe halbwegs über die Runden kommen.