Sonntag, 03. September 2017

Alfa Romeo und Maserati werden nicht ausgegliedert

Der Chef von Fiat Chrysler hat Gerüchte über eine mögliche Abspaltung der Marken Alfa Romeo und Maserati zurückgewiesen.

Der Chef von Fiat Chrysler, Sergio Marchionne, lehnt eine Ausgliederung von Alfa Romeo und Maserati weiterhin ab
Der Chef von Fiat Chrysler, Sergio Marchionne, lehnt eine Ausgliederung von Alfa Romeo und Maserati weiterhin ab - Foto: © LaPresse

Die beiden Marken seien noch nicht für die Unabhängigkeit bereit, sagte Sergio Marchionne nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa am Samstag. Es sei „der falsche Zeitpunkt“, sagte Marchionne am Rande der Formel-1-Testrennen für den Großen Preis von Italien in Monza.

Experten sehen Vorteile in der Ausgliederung

Eine Ausgliederung werde es unter seiner Führung nicht geben, sagte Marchionne. Die Amtszeit des derzeitigen Fiat Chrysler-Chefs endet 2019. Verschiedene Experten hatten angemerkt, dass das Vermögen von Fiat Chrysler durch eine Ausgliederung einzelner Marken, zu denen auch Jeep, Dodge und Ram gehören, an Wert gewinnen könnte.

Fiat-Chrysler-Aktie mit starkem Plus seit Jahresbeginn

In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen Ferrari sowie die Lkw- und Traktorensparte CNH Industrial erfolgreich selbstständig gemacht. Derzeit erwägt Fiat Chrysler einen Verkauf seines Autozulieferers Magneti Marelli.

Marchionne sagte, er habe keine Angebote von chinesischen Autoherstellern erhalten, wie die Webseite Automotive News im August berichtet hatte. Die Gerüchte sowie positive Expertenberichte über die Firma hatten Aktien von Fiat Chrysler in die Höhe getrieben. Am Freitag waren die Papiere an der Börse in Mailand auf ein Rekordhoch von 13,30 Euro gestiegen – ein Plus von 55 Prozent seit Jahresbeginn.

dpa

stol