Alitalia hatte sich mit Etihad auf eine Reduzierung der ursprünglich geplanten Jobkürzungen von 2.251 auf 954 geeinigt. Doch der linke Gewerkschaftsverband CGIL, stärkster Arbeitnehmerverband im Land, drängt im Gegensatz zu den gemäßigteren „Schwesterorganisationen“ CISL und UIL auf einen kompletten Verzicht des Stellenabbaus.Zugleich sind Verhandlungen über eine Erneuerung des 2012 abgelaufenen Kollektivvertrages der Alitalia-Belegschaft im Gange. Auch in diesem Fall herrschen Uneinigkeiten zwischen dem Management und den Gewerkschaften.Verhandlungen innerhalb JuliMit dem Geld der arabischen Fluggesellschaft Etihad, die mit rund 30 Prozent an der Niki-Mutter Air Berlin beteiligt ist, hoffen die Italiener, die nötigen Investitionen tätigen zu können, um bei lukrativen Langstrecken besser mitmischen zu können.Wie Etihad-Chef James Hogan betonte, sollen die Verhandlungen über das Engagement bis Ende Juli abgeschlossen werden. Die Frist könne aber notfalls auch verlängert werden.Italienischen Regierungsvertretern zufolge hat Etihad versprochen, die chronisch defizitäre Alitalia bis 2017 in die Gewinnzone zu führen und den Flughafen in Rom zu einem größeren internationalen Drehkreuz auszubauen.apa