Mittwoch, 22. Juli 2020

Alitalia: Flotte soll mit 70 Maschinen starten

Die neue Alitalia mit staatlicher Beteiligung nimmt Formen an. Die Airline wird mit einer Flotte aus 70 Maschinen starten, die bis 2023 auf über 100 steigen soll, berichtete der italienische Industrieminister Stefano Patuanelli. Derzeit zählt Alitalia circa 110 Maschinen.

Die „neue“ Alitalia nimmt Form an.
Die „neue“ Alitalia nimmt Form an. - Foto: © ANSA / DANIEL DAL ZENNARO
Patuanelli dementierte Medienberichte, nach denen bei der Neugründung 4000 der rund 11.000 Jobs gestrichen werden sollen. Die Regierung arbeite daran, dass es zu keinem Stellenabbau bei Alitalia komme, versicherte der Minister laut Medienangaben.

Das neue Management um Geschäftsführer Fabio Lazzerini arbeitet an einem Entwicklungsplan für die Fluggesellschaft, die offiziell im Oktober aus der Taufe gehoben werden soll. Alitalia ist derzeit wie andere Airlines von einem starken Rückgang bei der Passagierzahl infolge der Coronavirus-Pandemie belastet.

Hatte Italien 2019 noch 191 Millionen Flugpassagiere gemeldet, so wird sich diese Zahl bis 2020 auf nur noch ein Drittel reduzieren, berichtete Verkehrsministerin Paola De Micheli. Alitalia hoffe, in den nächsten Jahren vor allem mit Langstreckenflügen zu punkten.

Die Gewerkschaften zeigten sich wegen der Pläne der Regierung zur Verkleinerung der Alitalia-Flotte besorgt. 100 Maschinen seien die Mindestzahl an Flugzeugen für eine effiziente Fluggesellschaft, kritisierten die Arbeitnehmerverbände.

Die italienische Regierung, die sich die Rettung der maroden Fluglinie Alitalia 3 Milliarden Euro kosten lässt, hofft auf eine wettbewerbsfähige Zukunft für die Airline. Die Fluggesellschaft macht seit 2002 keinen Profit mehr. Zahlreiche Versuche, einen privaten Käufer zu finden, scheiterten. Das Unternehmen ist seit 2017 insolvent. Der Staat hatte dem Unternehmen in jüngerer Zeit bereits Überbrückungskredite in Milliardenhöhe gewährt.

apa

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