Donnerstag, 26. Januar 2017

Alitalia in der Krise – Ryanair investiert in Italien

Während die Alitalia immer tiefer in die Krise stürzt und einen massiven Jobabbau plant, investiert der Konkurrent Ryanair immer kräftiger in Italien.

Alitalia steckt in der Krise.
Alitalia steckt in der Krise. - Foto: © LaPresse

Investitionen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro plant der irische Billigcarrier dieses Jahr im Stiefelstaat. Damit soll unter anderem die Zahl der Flüge von dem Airport Mailand Malpensa auf 16 verdoppelt werden.

Die sieben neuen Flugverbindungen sollen Ryanair zusätzliche 1,7 Millionen Passagiere in Italien bescheren, berichtete Ryanair-Chef Michael O'Leary am Donnerstag in Mailand. 3,2 Millionen Passagiere werden 2017 in Italien mit Ryanair, der stärksten Airline in Italien, fliegen. Mit Ryanairs Beitrag soll die Zahl der Passagiere des Mailänder Flughafens Malpensa 2017 um drei Prozent auf 20 Millionen steigen.

O ´Leary riet Alitalia, sich von dem Partner Air France zu lösen und ein Abkommen mit Ryanair abzuschließen. „Alitalia wird nie eine Low-cost-Gesellschaft sein. Sie muss sich von Air France loslösen, die ihr Hürden bei Langstreckenflügen setzt und mit einer Airline wie Ryanair kooperieren“, so O'Leary.

Alitalia-CEO Cramer Ball will 1.500 Jobs zur Eindämmung der Personalkosten abbauen. Dabei soll vor allem beim Bodenpersonal der Rotstift angesetzt werden. Alitalia will ihre Verluste in Höhe von einer Million Euro pro Tag eindämmen und den Neubeginn schaffen. Dabei handelt es sich um die dritte große Umstrukturierung bei der Airline nach 2008 und 2014.

apa

stol