Donnerstag, 01. November 2018

Alitalia: Italiens Staatsbahnen, Easyjet und Delta im Rennen

Die italienischen Staatsbahnen und Easyjet haben ein verbindliches Angebot für die marode Alitalia eingereicht. Die US-Airline Delta, mit der die Alitalia-Sonderkommissare in den letzten Wochen Gespräche geführt hatten, haben ein unverbindliches Angebot für die Airline eingereicht, berichteten italienische Medien. Kein Angebot traf hingegen von der Lufthansa ein.

Alitalia steht unter staatlicher Sonderverwaltung Foto: APA (AFP/Archiv)
Alitalia steht unter staatlicher Sonderverwaltung Foto: APA (AFP/Archiv)

Nach Ablauf der Bieterfrist für die Alitalia am Mittwochabend haben die Sonderkommissare der Airline zwei verbindliche Angebote und eine unverbindliche Interessenserklärung erhalten. Die Sonderkommissare werden die Angebote prüfen und dem Industrieministerium ihre Bewertungen vorlegen, berichtete die italienische Fluggesellschaft.

Für die Sonderkommissare beginnt ein Lauf gegen die Zeit. Bis zum 15. Dezember müssen die 900 Millionen Brückenkredit zurückgezahlt werden, die der Staat der Alitalia für die Fortsetzung ihres Flugbetriebs gewährt hatte.

Die italienische Regierung denkt an die Gründung einer neuen Gesellschaft, in die neben den Staatsbahnen andere institutionelle Partner und eine Fluggesellschaft einsteigen sollen. Diese sollen die marode Alitalia übernehmen. Vize-Regierungschef und Industrieminister Luigi Di Maio hatte vor zweieinhalb Wochen angekündigt, die Regierung wolle zusammen mit der Staatsbahn und einem internationalen Partner die Fluggesellschaft wieder flott machen. Nach Plänen der Regierung soll der Staat künftig etwa 15 Prozent des Kapitals übernehmen.

Alitalia steht unter staatlicher Sonderverwaltung, nachdem die Beschäftigten im vorigen Jahr einen Rettungsplan abgelehnt hatten. Zudem stellte der Staat ein Überbrückungsdarlehen über 900 Millionen Euro zur Verfügung und setzte sich für die Suche nach einem Käufer eine Frist bis zum 31. Oktober.

apa

stol