Geschäftsführer Andrea Ragnetti kündigte strenge Ausgaben- und Personalkürzungen an, die seiner Ansicht nach notwendig seien, um der Krise Stand zu halten. „Einige hunderte Jobs werden wegfallen“, erklärte Ragnetti. Dies werde sowohl das Bord- als auch das Bodenpersonal betreffen. Auch einige Managerstellen sollen gestrichen werden.Steigende Spritpreise, Flugsteuer und die scharfe Konkurrenz der Hochgeschwindigkeitszüge und der Low-cost-Gesellschaften nagen an der Stabilität des ehemaligen Monopolisten, der auch dieses Jahr die Gewinnschwelle verfehlen wird. Im dritten Quartal erwartet Ragnetti jedoch eine Trendwende und Gewinne. Vor allem im August und September rechnet Alitalia dank einer neuen Marketing- und Preisstrategie mit positiven Resultaten.Alitalia verdoppelte ihre Verluste im ersten Halbjahr 2012 auf 201 Mio. Euro. Dabei hatte sich Alitalia das Ziel gesetzt, bis Ende 2012 die Gewinnschwelle zu erreichen, zu der sie seit ihrer Privatisierung 2009 noch nie gelungen war.Der Umsatz stieg um 4,1 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Der Ladefaktor kletterte um 3,4 Prozent auf 71,1 Prozent. Das Unternehmen meldete im ersten Halbjahr 2012 eine Verschuldung von 862 Mio. Euro, das sind 8 Mio. Euro mehr gegenüber 31. Dezember 2011. Elf Millionen Passagiere flogen im ersten Halbjahr mit Alitalia, das waren 0,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2011. apa