Freitag, 29. November 2019

Alitalia-Verkauf – Industrieminister trifft Lufthansa-Chef

Nachdem vor einer Woche die Verkaufsfrist für die Alitalia abgelaufen ist und kein verbindliches Angebot eingereicht wurde, hat der italienische Industrieminister Stefano Patuanelli am Freitag ein Treffen mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr bestätigt.

Alitalia ist seit Mai 2017 insolvent und wird mit staatlichen Überbrückungskrediten in der Luft gehalten.
Alitalia ist seit Mai 2017 insolvent und wird mit staatlichen Überbrückungskrediten in der Luft gehalten. - Foto: © ANSA / Redazione Telenews

Spohr beteuerte dabei, dass Lufthansa nur an einer „kommerziellen Partnerschaft“ und nicht an einem Einstieg bei Alitalia interessiert sei.

Die Regierung werde den Alitalia-Sonderverwaltern ein neues Mandat mit der Aufgabe erteilen, Interessenten für die Airline zu finden. Diese dürfe nicht zerstückelt verkauft werden.

Der Industrieminister erklärte, dass die US-Airline Delta Airlines weiterhin an Alitalia interessiert sei.

Laut Patuanelli sei die italienische Eisenbahngesellschaft FS (Ferrovie dello Stato) weiter bereit, sich an die Spitze eines Konsortiums zur Alitalia-Übernahme zu stellen. Alitalia generiere einen Umsatz von drei Milliarden Euro. Das Problem seien die hohen Kosten des Unternehmens.

Alitalia ist seit Mai 2017 insolvent und wird mit staatlichen Überbrückungskrediten in der Luft gehalten. Seit Monaten verlängert die Regierung in Rom die Verkaufsfrist für die Airline, ohne dass Licht am Ende des Tunnels in Sicht ist. Die Rettung der Alitalia beschäftigt die italienischen Regierungen schon seit Jahren. Ein Streik in der italienischen Luftfahrtbranche ist am 13. Dezember geplant.

dpa