Alitalia will seine Verluste in Höhe von einer Million Euro pro Tag eindämmen und den Neubeginn schaffen. Dabei handelt es sich um die dritte große Umstrukturierung bei der Airline nach jenen in den Jahren 2008 und 2014.Alitalia hat seit 2015 ein Fünftel der Passagiere von Lufthansa und Ryanair an Bord gehabt. Die Airline hat im Gesamtjahr 2016 Verluste von 400 Mio. Euro angesammelt. Die italienischen Aktionäre der Airline, darunter die Bank Austria-Mutter UniCredit, drängen laut Medienberichten auf ein Managementwechsel. Verwaltungsratspräsident Luca Cordero di Montezemolo ist jedoch gegen einen Wechsel an der Spitze.Eine Geldspritze in Höhe von über einer Milliarde Euro soll Alitalia vor der Pleite retten. Dafür soll auch UniCredit tief in die Tasche greifen. Alitalia CAI, ein Konsortium italienischer Aktionäre, das nach der arabischen Airline Etihad der größte Aktionär der italienischen Airline ist, hat am 22. Dezember beschlossen, Alitalia-Finanzierungen in Höhe von 472 Mio. Euro zur Zahlung der Gehälter des Personals und des Treibstoffs zu gewähren, berichteten italienische Medien.Ziel ist, den Konkurs der italienischen Airline abzuwenden. UniCredit hält knapp 13 Prozent an Alitalia CAI, Intesa Sanpaolo besitzt gut 20 Prozent. Die Banken eröffneten für Alitalia eine Kreditlinie.Im März soll die Airline weitere 590 Mio. Euro Finanzierungen erhalten. Damit soll Alitalia in der Lage sein, ihren Entwicklungsplan umzusetzen mit. Die italienische Airline steuert auf einen Sanierungsplan mit Einsparungen in Höhe von 500 Mio. Euro zu.Allein beim Personal sollen 2017 150 Mio. Euro eingespart werden.apa