Samstag, 27. Juni 2015

Alle 18 Regierungen wollen Athen im Euro halten

Die 18 Euro-Finanzminister wollen Griechenland nach Angaben des französischen Finanzministers Michel Sapin im Euro halten.

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„Die 18 Länder haben alle klar gesagt, dass Griechenland im Euro ist und bleiben soll, egal wie groß die Schwierigkeiten jetzt sind“, sagte der französische Sozialist am Samstagabend in Brüssel.

Sapin äußerte sich nach einer Sondersitzung der 18 Euro-Partner ohne ihren griechischen Kollegen. Zuvor hatten die 18 Staaten die Verlängerung des zweiten Griechenland-Hilfspakets abgelehnt.

Sapin sagte, aus einer griechischen Zahlungsunfähigkeit sei keine Ansteckungsgefahr auf die übrige Euro-Zone zu befürchten. „Die heutige Lage ist überhaupt nicht wie vor vier Jahren“, sagte er in Anspielung auf den Höhepunkt der Finanz- und Schuldenkrise. Es gebe heute Mechanismen in der Euro-Zone, um jedem Staat in Problemen zu helfen. Zudem seien die europäischen Banken heute nicht mehr in Gefahr.

Zuvor hatte der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis daran erinnert, dass es in den EU-Verträgen keine Möglichkeit zum Rauswurf eines Landes aus dem Euro gibt.

apa/dpa

stol