Samstag, 29. September 2018

Allianz-Versicherung rechnet mit Gewinnsteigerung

Allianz-Finanzvorstand Giulio Terzariol sieht den Münchner Versicherungsriesen auf Kurs. „Wir sind gut unterwegs“, sagte der Italiener mit Blick auf das laufende Jahr. Das zu Ende gehende dritte Quartal „sollte konsistent mit dem Vorquartalen sein“.

Allianz ist Europas größte Versicherung.
Allianz ist Europas größte Versicherung. - Foto: © APA/DPA

Nach dem ersten Halbjahr stand die Allianz bei einem operativen Gewinn von 5,8 Milliarden Euro, für das Gesamtjahr stünden die Chancen gut, 11,1 bis 11,6 Milliarden zu erreichen. Für 2019 hofft Terzariol auf eine Gewinnsteigerung: „Ich erwarte, dass wir ganz langweilig sind und auf Erfolgskurs bleiben. (...) Die Zahlen im Jahr 2019 sollten besser sein als im Jahr 2018.“ Im vergangenen Jahr hatte der Gewinn der Allianz stagniert.

Vorstandschef Oliver Bäte und Terzariol wollen Ende November auf einem Kapitalmarkttag die finanziellen und operativen Ziele für die nächsten Jahre vorstellen. Der Finanzchef ließ offen, ob die Allianz ihr Ziel für die Eigenkapitalrendite höherschrauben werde. „Die Rendite von 13 Prozent ist für die Investoren mehr als in Ordnung. Die Frage ist, ob die Gewinne trotzdem steigen – das ist möglich durch Wachstum.“

Übernahmen in Asien sind geplant

Wachstumschancen sieht er vor allem in der Sachversicherung in Asien – auch durch Übernahmen. „Aber es gibt in der Region keinen großen Sachversicherer, dessen Kauf auf einem Schlag einen breiten Marktauftritt ermöglichen würde“, sagte Terzariol, der Anfang 2018 zum Finanzvorstand aufgestiegen war. Die Allianz wird als Interessent für viele andere Versicherer gehandelt, weil Vorstandschef Bäte sich übernahmehungrig gezeigt hatte.

Sein Finanzvorstand sagte, Übernahmen seien für die Allianz „nicht notwendig. Aber natürlich könnten sie helfen.“ Kaufpreise bis zu zehn Milliarden Euro könne Europas größter Versicherer ohne eine Kapitalerhöhung stemmen.

apa/reuters

stol