Dienstag, 26. Juli 2016

Allianz von Vivendi und Mediaset in Gefahr

Die Allianz des französischen Medienkonzerns Vivendi mit dem italienischen Partner Mediaset wackelt. Vivendi wolle nun nur noch 20 Prozent der Pay-TV-Sparte Mediaset Premium, hat das Unternehmen von Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Dienstag mitgeteilt.

Die Zusammenarbeit zwischen Mediaset und Vivendi steht auf wackeligen Beinen.
Die Zusammenarbeit zwischen Mediaset und Vivendi steht auf wackeligen Beinen. - Foto: © LaPresse

Im April hatten die Unternehmen hingegen vereinbart, dass Vivendi 100 Prozent von Premium übernehme.
Nach dem Deal im April sollte Vivendi zudem 3,5 Prozent der Aktion von Mediaset übernehmen und Mediaset 3,5 Prozent der Aktien von Vivendi.

Dieser Tausch solle weiter gelten, aber Vivendi wolle in den kommenden drei Jahren seinen Anteil an Mediaset auf 15 Prozent aufstocken, hieß es in der Mitteilung weiter.

Mediaset viel Rechte verteidigen

Vivendis Chef habe Mediaset mitgeteilt, den vereinbarten Vertrag nicht einhalten zu wollen. Mediaset sei nun „fest entschlossen“, alle seine Rechte zu verteidigen. Vivendi erklärte, weiter an der Allianz interessiert zu sein, aber unter anderen Bedingungen.

dpa

stol