Sonntag, 31. Mai 2015

Almflächen – 534 Nordtiroler Bauern erhalten rund eine Mio. Euro zurück

In der Causa um falsche Angaben bei Almflächen und den damit verbundenen Rückzahlungsforderungen von Fördergeldern hat die Tiroler Landesregierung einen Schlussstrich gezogen. 534 Almobleuten und Einzelbewirtschaftern sollen demnach eine Beihilfe von insgesamt 1,042 Mio. Euro bekommen, berichtete die „Tiroler Tageszeitung“ in ihrer Sonntagsausgabe.

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Es handelt sich dabei um jene Bauern, auf die die bundesweite „Almflächenamnestie“ nicht angewendet werden konnte, weil sie sich nicht selbst die „Zuverlässigkeit des Antragstellers“ bescheinigen konnten. Eine Rückerstattung im Rahmen der vom Bund gewährten Möglichkeiten blieb ihnen verwehrt.

Denn Bauern, die die Futterflächen nicht selbst geschätzt und nachweislich nach bestem Wissen gehandelt hatten, bekamen bereits Ende 2014 rund 80 Prozent ihrer Strafzahlungen (rund 4,7 Mio. Euro) erlassen. Insgesamt waren in Österreich 18.300 Bauern von den Rückzahlungen und Sanktionen betroffen, 6.656 davon in Tirol.

Man habe sich darauf geeinigt, bis zu einer Obergrenze von 15.000 Euro die Härten auszugleichen, erklärte der Tiroler Agrarlandesrat LHStv. Josef Geisler (ÖVP). „Das trifft aber nicht auf jene Bewirtschafter zu, die vorsätzlich falsche Futterflächen angegeben haben“, sagte er.

Die einzelnen Fälle seien in einem aufwendigen Verfahren geprüft worden. Bei den 534 Bauern, die eine Beihilfe bekommen, sei in keinem einzigen Fall Vorsatz oder ein schuldhaftes Verhalten dokumentiert. Die Rückerstattung der Strafen erfolgt über eine Beihilfe, die zu Unrecht erhaltenen Förderbeiträge müssten aber dennoch zurückgezahlt werden.

apa

stol