Europa sollte nicht mit einem Minderwertigkeitskomplex auf sich herabblicken, sagte Sedlacek bei den Wirtschaftsgesprächen des Europäischen Forum Alpbach am Dienstagnachmittag in Richtung der Standortkritiker. Die Steuerquote sei in Europa zwar um acht Prozentpunkte höher als in den USA, aber man bekomme dafür unter anderem Krankenversicherung und qualitative Bildung sowie einen funktionierenden öffentlichen Verkehr „all inclusive“.Das Hauptziel der Europäischen Integration nämlich Friede durch Handel sei erfüllt worden, deswegen sei die Unzufriedenheit mit Europa für Sedlacek nicht nachvollziehbar. Der Ökonom sprach sich aber für staatliche Sparkurse – Austeritätspolitik – bei einem moderaten Wirtschaftswachstum aus, um nicht zu hohe Staatsschulden anzuhäufen. Die Diskussion – „Sparpolitik, ja oder nein“ sei sinnlos.Der US-Investor Jeff Hoffman – er war unter anderem bei der Online-Reiseagentur priceline.com beteiligt – empfiehlt Europa eine „Armee von Jungunternehmen“ loszulassen. Entrepreneure lösen „viele Probleme“. Europa müsste mehr „proaktiv“ werden, um Start-ups zu unterstützen und die Abwanderung von hoch qualifizierten Fachkräften zu stoppen, mahnte Hoffman. Das schlimmste sei wenn junge talentierte Arbeitskräfte das Land verlassen.apa