Konkret hat Alerion – im Mehrheitseigentum der Bozner Familie Gostner – 50 Prozent der Anteile an seinem Tochterunternehmen Naonis Wind S.r.l. für 49,7 Millionen Euro an Alperia verkauft. Aus Naonis ist nun Alperion entstanden.<BR /><BR />Das neue Unternehmen besitzt bereits einen Windpark mit einer Leistung von 11 Megawatt und hält zudem 100 Prozent der Anteile an Enermac, das einen Windpark mit etwa 51 Megawatt Leistung betreibt, sowie an Bioenergia und Generai, die jeweils einen im Bau befindlichen Windpark besitzen. Insgesamt umfasst das Portfolio an Windkraftanlagen eine Gesamtkapazität von 120 Megawatt. Alle Windparks befinden sich in der Provinz Foggia.<BR /><BR />Im Rahmen dieser Partnerschaft wurde Alperia auch das Recht eingeräumt, 50 Prozent des Aktienkapitals von Gesellschaften zu erwerben, die zwei weitere Windkraftprojekte in Italien mit einer maximalen Gesamtkapazität von ca. 75 MW entwickeln werden.<BR /><BR /><embed id="dtext86-67357478_quote" /><BR /><BR />„Wie unser Industrieplan vorsieht, wollen wir unsere Aktivitäten diversifizieren und auch auf andere erneuerbare Energien ausweiten“, erklärte Luis Amort, Generaldirektor der Alperia. <BR /><BR />Für Josef Gostner, Vorstandsvorsitzender von Alerion Green Power, ist die Partnerschaft ein wichtiger Schritt, „der es Alerion ermöglichen wird, den Ausbau des Portfolios im Bereich der Windenergie voranzutreiben.“<BR /><BR />Das Geschäft mit Windenergie gestaltete sich in der vergangenen Zeit nicht immer einfach, da Windkraftanlagen auch bei der Bevölkerung oft auf Unmut stoßen, so Gostner. Zudem ist es stark von politischen Weichenstellungen und dem Zinsumfeld abhängig. <BR /><BR />Dies spiegelte sich auch an der Börse wider. Viele Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien haben turbulente Zeiten hinter sich; und vorbei scheint diese „bärische“ Phase noch nicht. Seit dem Allzeithoch im August 2022 von rund 44 Euro verloren die Aktien von Alerion an der Mailänder Börse mehr als 60 Prozent ihres Wertes. Die Marktkapitalisierung des von der Familie Gostner kontrollierten Unternehmens verringerte sich binnen zwei Jahren von über 2 Milliarden auf aktuell unter 900 Millionen Euro. Die Ankündigung des Gemeinschaftsunternehmens wurde jedenfalls positiv vom Markt aufgenommen. Bis zum frühen Nachmittag konnte der Kurs um über 15 Prozent zulegen, auf über 17 Euro.