Bei einer außerordentlichen Versammlung in Siena machten Anteilseigner des toskanischen Geldhauses ihrem Unmut über die Affäre rund um verlustträchtige Derivate- und andere Handelsgeschäfte Luft.Es sei, als hätten die Bank-Manager in einem Casino Poker gespielt, wetterte BMPS-Pensionär Pietro Rizzo, der Aktien seines ehemaligen Arbeitgebers als Teil seiner Abfindung erhalten hatte. „Je mehr Geld sie verloren haben, umso höher pokerten sie.“ Trotz der aufgeheizten Stimmung gaben die Aktionäre am Freitag grünes Licht für zwei Kapitalerhöhungen von bis zu 6,5 Milliarden Euro.Diese können bei Bedarf in den kommenden fünf Jahren vollzogen werden und waren Bedingung für eine Rettung durch den italienischen Staat. Die nach eigenen Angaben älteste Bank der Welt erlitt mit Derivate- und anderen Handelsgeschäften einen Verlust von etwa 720 Millionen Euro. Zudem räumte Italiens drittgrößtes Geldhaus ein, dass die bereits im November beantragten 500 Millionen Euro an zusätzlichen Staatshilfen womöglich nicht reichen, um die Verluste zu decken.apa