Freitag, 29. April 2016

„Als Haupterwerbsbauer hat man keine Chance mehr“

Es sei schwieriger geworden, Bauer zu sein in Südtirol, sagt Christian Gamper.

Ein gutes Team: Christian Gamper und seine Frau Monika. Die beiden sind "die besten Milchlieferanten" des Landes.
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Ein gutes Team: Christian Gamper und seine Frau Monika. Die beiden sind "die besten Milchlieferanten" des Landes. - Foto: © STOL

Christian Gamper und seine Frau Monika haben 4 Kinder und bewirtschaften gemeinsam mit seiner Mutter Anna den Platzair-Hof in Latsch auf 1400 Metern Meereshöhe. Sie haben 6 Kühe und 8 Stück Jungvieh im Stall. Der Vinschger ist gemeinsam mit seiner Frau am Freitag als „bester Milchlieferant Südtirols“ ausgezeichnet worden

Wie man zu diesem Titel kommt? Diese Auszeichnung bekommt jener Bauer, der das ganze Jahr über die beste Milchqualität geliefert hat, wie bei der Vollversammlung des Sennereiverbandes am Freitag erklärt wurde.

"Man muss nebenher arbeiten"

„Wir sind hier aufgewachsen, es ist unsere Heimat, wir wollen das weiterführen“, sagt er. Das ist der Antrieb, den Hof weiter zu bewirtschaften. Denn: Als Haupterwerbsbauer habe man kaum eine Chance, zu überleben. „Man muss nebenher arbeiten gehen, sonst geht das nicht“, sagt Gamper im STOL-Videointerview. Und: Man müsse eine Frau haben, die 365 Tage im Jahr in der Früh die Stallarbeit verrichtet.

Die Familie Gamper ist aber zufrieden: „So schlimm ist es ja nicht bei uns im Vinschgau“, sagt Christian Gamper und lacht. 

stol

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