Mittwoch, 10. Januar 2018

Amsterdam verschärft Regeln für Airbnb weiter

Amsterdam will die Regeln für die Vermietung von Wohnungen an Touristen über Plattformen wie Airbnb weiter deutlich verschärfen. Bürger sollen ihre Wohnung ab 2019 nur noch höchstens für 30 Tage im Jahr an Touristen vermieten dürfen, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Bislang ist das Maximum 60 Tage.

Werden Wohnungen durch Airbnb zu lange an Touristen vermietet, geht wertvoller Wohnraum für Einheimische verloren.
Werden Wohnungen durch Airbnb zu lange an Touristen vermietet, geht wertvoller Wohnraum für Einheimische verloren.

In Amsterdam nimmt der Widerstand gegen den Massentourismus zu. Die Stadt will zudem verhindern, dass kostbarer Wohnraum für Einheimische verloren geht. „Diese Maßnahme wird die Überlastung einiger Stadtviertel durch Touristen stark verringern“, so die Verwaltung.

Mit Untervermietung steige die Wohnungsnot 

Die Zahl der Wohnungen, die über Online-Plattformen vermietet werden, ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. 2013 wurden nach Angaben der Stadt noch rund 4500 Amsterdamer Wohnungen bei Airbnb angeboten, 2017 waren es bereits 22 000. Durch die Untervermietung wird nach Ansicht der Stadt die Wohnungsnot in der niederländischen Hauptstadt noch verschärft.

Auch andere Städte versuchen das Geschäft von Airbnb stärker zu regeln, zum Beispiel Venedig mit einer Ortstaxe (STOL hat berichtet).

dpa

stol