Kommunikationstrainer Bernhard Ahammer* gibt einfache Tipps, wie Sie andere von Ihrem Standpunkt überzeugen können.<BR /><BR />Hinterfragt man die meisten wichtigen Reden in Bezug auf ihren Endzweck, wird schnell klar: Wir wollen andere zu unserem Standpunkt führen und eine bestimmte Handlung oder Einstellung beim Publikum erzeugen. Ist dies der Fall, sprechen wir von Überzeugungsreden. Hier die wichtigsten Tipps:<BR /><BR /><b>Sprechen Sie aus der Zuhörerperspektive:</b><BR />Machen Sie Ihr Problem zum Problem des Publikums. Von den Mitarbeitern kann das Wort „Umsatzeinbußen“ als Ihr persönliches Problem abgetan werden. Beim Thema „Arbeitsplatzsicherheit“ wird Ihnen bestimmt mehr Aufmerksamkeit geschenkt.<BR /><BR /><b>Verwenden Sie den Indikativ:</b><BR />Der Konjunktiv schwächt die Wirkung Ihrer Aussage und Ihrer Argumente. Sagen Sie also besser „Diese Lösung hat den Vorteil“ statt „... hätte den Vorteil.“ Würde, hätte, könnte sind nicht überzeugend und gehören in die Schublade.<BR /><BR /><b>Argumentieren Sie stark:</b><BR />Verwenden Sie in Ihren Argumenten Verstärker wie „absolut“, „enorm“, „eindeutig“, „unbedingt“ oder „auf keinen Fall“. Damit zeigen Sie Kompetenz und erhalten mehr Aufmerksamkeit. Statt „Das könnte uns eventuell in ziemliche Schwierigkeiten bringen“ sagen Sie besser: „Das wird uns mit Sicherheit in massive Schwierigkeiten bringen.“<BR /><BR /><b>Bringen Sie 3 Vorteile für den Zuhörer:</b><BR />Ihre Argumente sind das Um und Auf für Ihre Überzeugungskraft. Achten Sie deshalb besonders auf die Qualität Ihrer Argumentation: Zeigen Sie den Vorteil für das Publikum, nicht Ihren eigenen. Schließlich müssen Sie die anderen überzeugen, Sie sind es hoffentlich bereits. 3 Argumente sind im Normalfall genug, mehr kann sich der Zuhörer nicht merken. Das stärkste Argument bringen Sie am Schluss. Da hat es die beste Wirkung. Überzeugen ist schwerer als überreden. Zum Überzeugen braucht man Argumente, zum Überreden nur Worte.<BR /><BR /><i>* Bernhard Ahammer ist Kommunikationstrainer für die Firma Comment-Kommunikationsentwicklung.</i><BR />