Touristiker in der Franziskus-Stadt Assisi, in Perugia, Orvieto, sowie rund um den Trasimeno-See in Umbrien klagen über einen Besucherrückgang von bis zu 30 Prozent in den letzten Wochen. Die Skipisten in der renommierten Abruzzen-Skiortschaft Ovindoli waren sogar am Wochenende halbleer obwohl sie zurzeit stark verschneit sind. Auch die Buchungen für die Sommermonate seien enttäuschend.Auch die Marken-Ortschaft Recanati, Heimat von Italiens Nationaldichter Giacomo Leopardi, sowie die Kunststadt Pesaro leiden unter einem schweren Tourismus-Rückgang. „Wir haben zwar keine Erdbebenschäden erlitten, doch die Touristen sind weggeblieben“, klagte Pesaros Bürgermeister Matteo Ricci.Touristenstrom ist ausgefallenUnter Druck ist auch die Stadt Macerata geraten, die 150 Kilometer vom Epizentrum der letzten Erdbeben Amatrice gibt. „Der Strom von Touristen aus anderen Regionen, oder aus dem Ausland ist komplett ausgefallen“, betonte ein Sprecher des lokalen Tourismusverbands.„Das Erdbeben hat den Tourismus zerstört, auch dort wo es keinerlei Schäden gegeben hat. Touristen flüchten von unseren Ortschaften“, betonte Daniela Brugnossi, Bürgermeisterin der Gemeinde Monte Castella di Vibio in der Provinz Perugia.In dieser schwierigen Lage will die Regierung in Rom den Erdbebenregionen unter die Arme greifen. Das Kabinett denkt an die Einrichtung einer Freihandelszone aus 134 vom Erdbeben betroffenen Gebieten. Unternehmen in dieser Gegend sollen vorübergehend von der Steuerzahlung befreit werden. Das Maßnahmenpaket für das Erdbebengebiet soll in den nächsten Tagen von der Regierung verabschiedet werden.apa