Dienstag, 29. November 2016

Angst vor Euro-Ausstieg Italiens so groß wie nie

Kurz vor dem Verfassungsreferendum steigt unter Investoren die Sorge vor einem Euro-Abschied Italiens.

Investoren blicken gespannt auf das Verfassungsreferendum am Sonntag.
Investoren blicken gespannt auf das Verfassungsreferendum am Sonntag. - Foto: © shutterstock

Die Austrittswahrscheinlichkeit werde auf 19,3 Prozent beziffert und damit so hoch wie noch nie, teilte die Investmentberatung Sentix am Dienstag zu ihrer Umfrage unter mehr als 1000 Börsenprofis mit.

„Die Euro-Ängste kommen mit großen Schritten zurück“, sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. „Und es ist vor allem Italien, das als Austrittskandidat mehr und mehr in den Mittelpunkt rückt.“

Wie berichte, stimmt Italien am Sonntag über die Verfassungsreform ab, durch die das Regieren in dem hoch verschuldeten Land erleichtert werden soll. Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt bereits vor Marktturbulenzen, sollte ein „Nein“ zum Sturz der Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi führen. Die SVP plädiert für ein Ja, die Opposition sagt Nein.

24 Prozent erwarten sich ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone

Die Gefahr eines Auseinanderbrechens der Eurozone in den kommenden zwölf Monaten sehen insgesamt 24,1 Prozent der Befragten. „Zum Ende des Jahres 2016 ist eine bemerkenswerte Anti-Euro-Dynamik entstanden“, sagte Hübner. „Die Austrittswahrscheinlichkeit vieler Länder ist im Anstieg, besonders Frankreich und die Niederlande sind zu erwähnen.“

apa/reuters

stol