<BR />Die Studie, die am Donnerstag auf der „Interpoma“ vorgestellt wurde, blickt auf die wesentlichen Entwicklungen im Südtiroler Obstbau der letzten 10 Jahre zurück. Feststeht: „Während die europäische Produktion starken Schwankungen unterlag, blieb die Produktion in Südtirol stabil“, sagt Christian Fischer, Universitätsprofessor von der Universität Bozen und Mitverfasser der Studie. <BR /><BR />Sowohl die Menge als auch die Qualität der Südtiroler Äpfel blieben konstant auf hohem Niveau. Etwa 75 Prozent der Äpfel fallen in die höchste Kategorie I (Prima), davon wiederum 70 Prozent in die Klasse 70+. Stark angestiegen ist auch die Anzahl der Bio-Äpfel: Diese hat sich zwischen 2000 und 2021 vervierfacht.<h3> Bruttoeinkommen pro Hektar gesunken</h3>Trotz jährlicher großer Schwankungen sind laut Studie auch die Auszahlungspreise gestiegen – von durchschnittlich 30 Cent pro Kilogramm im Jahr 2000 auf 51 Cent im Jahr 2022. Allerdings sind auch die Produktionskosten gestiegen – von rund 30 Cent pro Kilogramm im Jahr 2000 auf 42 Cent im Jahr 2022 (ein Anstieg von 42 Prozent). Der Hektarerlös ist daher von durchschnittlich 28.000 Euro auf 23.000 Euro (Brutto) gesunken. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1099281_image" /></div> <BR />Dem Bericht zufolge sind mitunter die Inflation, die verstärkten Investitionen in die Infrastruktur der Obstgärten und die Nachhaltigkeitsstandards Gründe für die gestiegenen Produktionskosten. „Bei der Vermarktung unserer Ware verfolgen die Genossenschaft stets den Grundsatz, den bestmöglichen Preis zu erzielen, um die Wertschöpfung unserer Bauern hochzuhalten“, versichert Georg Kössler, Obmann des Apfelkonsortiums. Dies sei jedoch nicht immer einfach. Doch besonders in dieser und vergangener Saison seien die Auszahlungspreise dank abflachender Inflation wieder nach oben geklettert. <h3> Mehr Sortenvielfalt und Nachhaltigkeit</h3>Eine weitere bedeutende Veränderung in der Südtiroler Apfelwirtschaft war letzthin die Sortenvielfalt. Während traditionelle Sorten wie Golden oder Red Delicious an Bedeutung verlieren, haben sich vor allem Klubsorten wie „Cripps Pink“ (Pink Lady), „Nicoter“ (Kanzi) und „Scilate“ (Envy) stärker etabliert.<BR /><BR />Auch im Bereich der Nachhaltigkeit wurden in diesem Zeitraum bedeutende Fortschritte erzielt. 2020 wurde die Strategie „sustainapple“ ins Leben gerufen. <BR /><BR />Besonders hervorzuheben ist das hohe Maß an sozialer Nachhaltigkeit in Südtirol. „In Südtirol sind die meisten Apfelproduzenten nach wie vor überwiegend Familienbetriebe“, sagt Uni-Professor Fischer. Diese tragen mit ihrem Engagement in sozialen Aktivitäten wesentlich zur Entwicklung der Gemeinschaft bei.