Mittwoch, 27. Januar 2016

Apple schwächelt: Erster Rückgang seit mehr als einem Jahrzehn

Das jahrelang rasante Wachstum von Apple stockt. Der Konzern steuert auf den ersten Rückgang der iPhone-Verkäufe seit der Markteinführung 2007 zu. Der Absatz werde im laufenden Quartal im Jahresvergleich sinken, sagte Konzernchef Tim Cook.

Für das laufende Vierteljahr rechnet Apple mit dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt.
Für das laufende Vierteljahr rechnet Apple mit dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt.

Für das laufende Vierteljahr rechnet Apple mit dem ersten Umsatzrückgang seit mehr als einem Jahrzehnt. Die Erlösprognose wurde auf 50 bis 53 Milliarden Dollar festgesetzt. Vor einem Jahr machte Apple in dem Quartal bis Ende März noch 58 Milliarden Dollar Umsatz.

Es sei damals sehr stark ausgefallen, da noch die iPhone-Nachfrage nach Engpässen im Weihnachtsquartal abgearbeitet worden sei, erklärte Cook. Apple verkaufte damals rund 61,2 Millionen iPhones.

Das iPhone ist das wichtigste Produkt von Apple und steuerte im vergangenen Quartal 68 Prozent der Umsätze bei. Dass Apple auf günstige Smartphones im Angebot verzichtet, treibt die Profite nach oben, bremst aber in dem hart umkämpften Geschäft die Marktanteile. Über alle Produktgruppen hinweg sei nun eine Milliarde Apple-Geräte im Einsatz, hieß es am Dienstag.

Das größere Modell iPad Pro konnte in seinem ersten Quartal keine Wende für das schon länger schrumpfende Tablet-Geschäft von Apple bringen. Der iPad-Absatz sank im Jahresvergleich um ein Viertel auf 16,1 Millionen Geräte. Der Einfluss des teureren iPad Pro zeigte sich allenfalls im Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreises um 6 Dollar auf 439 Dollar.

Die Verkäufe der Mac-Computer sanken im Jahresvergleich um vier Prozent auf 5,3 Millionen Geräte. Apple war in den vergangenen Quartalen im schwachen PC-Markt gegen den Trend gewachsen.
Die Anleger hatten sich bereits auf ein schwächeres Wachstum bei Apple eingestellt: Die Aktie notierte nach Vorlage der Zahlen zunächst kaum verändert. Nach der Telefonkonferenz tauchte sie um rund 2,5 Prozent ins Minus ab.

dpa

stol