Mittwoch, 13. Mai 2015

"Arbeit bleibt Sorgenkind Nummer eins"

„Wirtschaft und Soziales sind die zwei Seiten einer einzigen Medaille“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Mittwochvormittag im Rahmen eines Treffens mit den Sozialpartnern.

Arno Kompatscher
Badge Local
Arno Kompatscher

Es dürfe daher kein Gegeneinander sondern nur ein Miteinander geben. Als die Herausforderung für die Zukunft nannte der Landeshauptmann den demografischen Wandel: „Dieser hat einen massiven Einfluss auf unseren Arbeitsmarkt und damit auf unseren Wohlstand.“

"Stehen relativ gut da"

Rund 30 Vertreter aus Wirtschaft und Gewerkschaft haben sich im Palais Widmann getroffen, um gemeinsam mit der Politik die Ist-Situation im Sozialwesen und in der Wirtschaftspolitik zu analysieren. „Wir konnten feststellen, dass beide Bereiche in Südtirol, im Vergleich mit anderen Ländern, noch relativ gut dastehen“, so Kompatscher.

Positiv aufgenommen worden seien sowohl von der Unternehmer- als auch von der Gewerkschaftsseite die Steuerentlastungen des vergangenen Jahres: „Beide haben unterstrichen, dass die Entlastungen ausgewogen waren.“ Damit unterstütze man die Unternehmen und gleichzeitig die Mitarbeiter und könne so allzu hohe Sozialkosten vermeiden, meint der Landeshauptmann.

Strategien für den demographischen Wandel

Das Sorgenkind der Zukunft sei aber der demografische Wandel: Die Zahl der nichtarbeitenden Bevölkerung werde höher. „Dem müssen wir entgegensteuern.“

Kompatscher nannte vor allem zwei Maßnahmen: „Einerseits müssen wir versuchen, die Jugend früher zur Arbeit zu bringen, etwa über die duale Ausbildung und andererseits muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden, um die Arbeitsmöglichkeiten für Frauen zu erhöhen.“ Zudem müsse man vermehrt altersgerechte Arbeitsplätze für Senioren schaffen.

stol