Das Jahr 2024 brachte neue Rekorde und Herausforderungen für Südtirols Arbeitsmarkt. Während die Beschäftigungszahlen stiegen und Festanstellungen wieder an Bedeutung gewannen, bleibt die finanzielle Situation vieler Arbeitnehmer angespannt. Ein Rückblick auf die wichtigsten Entwicklungen.<h3> Beschäftigungsrekord geknackt</h3>Mit 230.316 Beschäftigten erreichte Südtirol 2024 erstmals eine neue Höchstmarke. Das entspricht einem Plus von 3776 Personen (plus 1,7 Prozent) im Vergleich zu 2023. Besonders das Gastgewerbe legte stark zu (plus 3,9 Prozent), während das Bau- und Verarbeitende Gewerbe leichte Rückgänge verzeichneten.<h3> Mehr Festanstellungen</h3>Die Zahl der Festanstellungen stieg um 1,8 Prozent, was zeigt, dass unbefristete Verträge wieder stärker gefragt sind. 27,4 Prozent aller Arbeitsverträge waren dennoch befristet, wobei saisonale Schwankungen zu beobachten sind.<h3> Frauen und Teilzeit im Fokus</h3>Frauen verzeichneten einen Anstieg der Beschäftigung um 1,8 Prozent, Männer um 1,6 Prozent. Teilzeit bleibt ein starker Trend mit einem Rekordwert von 28,8 Prozent aller Arbeitsverträge.<h3> Ausländische Arbeitskräfte unverzichtbar</h3>16,4 Prozent der Beschäftigten in Südtirol waren 2024 ausländischer Herkunft. Jede sechste Arbeitskraft stammt damit aus dem Ausland – ein neuer Höchstwert.<h3> Sichere Jobs und Wechselbereitschaft</h3>92 Prozent der Arbeitnehmer schätzten ihren Arbeitsplatz als sicher ein, und über die Hälfte empfand es als leicht, einen neuen Job zu finden.<h3> Finanzielle Belastung bleibt hoch</h3>Trotz der positiven Beschäftigungsentwicklung bleibt die finanzielle Lage vieler Arbeitnehmer kritisch. Mehr als ein Drittel hat Mühe, mit dem Lohn auszukommen, und jede zweite Familie kann keine Ersparnisse bilden.<h3> Ungleichheiten zwischen Branchen</h3>Während in der Industrie 9 von 10 Arbeitsverträgen unbefristet sind, liegt dieser Wert im Gastgewerbe nur bei 35,5 Prozent.