Südtirols Arbeitsmarkt boomt. Noch nie gab es hierzulande so wenige Arbeitslose wie derzeit. Arbeit gut, alles gut? Ganz im Gegenteil. Der schöne Schein trügt. <BR /><BR />Wie eine Studie des Arbeitsforschungsinstituts AFI gezeigt hat <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/arbeit-gut-alles-gut-ganz-und-gar-nicht" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Hier lesen Sie mehr dazu),</a> findet zwar fast jeder Südtiroler, der will, eine Arbeit, doch gleichzeitig tun sich immer mehr Menschen schwer, mit ihrem Geld über die Runden zu kommen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-68285149_quote" /><BR /><BR />Nun mag der eine oder andere sagen: Wir Südtiroler sind einfach zu verwöhnt und leben über dem Standard. Sprich: Nicht jeder lebt so, wie er es sich mit seinem Gehalt leisten kann. <BR /><BR />Da wird wohl etwas Wahres dran sein. Wahr ist aber auch, dass die Lebenshaltungskosten in Südtirol unverschämt hoch sind und die Löhne in den vergangenen Jahren im Verhältnis kaum gestiegen sind. Die Schere zwischen den Lebenskosten und den Löhnen klafft immer weiter auseinander. <BR /><BR />Viele Unternehmen dürfen sich also nicht wundern, wenn viele Mitarbeiter – auch altgediente und loyale – das Unternehmen verlassen, um sich einen Job zu suchen, wo sie sich gerechter entlohnt und dementsprechend ernst genommen fühlen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-68286420_quote" /><BR /><BR />Aber die größte Herausforderung steht noch vor der Tür, aber scheinbar ist das vielen Arbeitgebern in Südtirol nicht bewusst: In den kommenden Jahren werden in Südtirol bis zu 30.000 Arbeitskräfte fehlen. Sind die heimischen Unternehmen darauf vorbereitet? Nicht wirklich. <BR /><BR />Viele Arbeitgeber verfahren weiter nach dem Motto: „So haben wir das immer gemacht, so werden wir das auch weiterhin machen.“ Das wird aber auf Dauer nicht gutgehen. Vor allem nicht mit jenen Generationen, die nun in die Arbeitswelt einsteigen: den Generationen Z und Alpha. <BR /><BR />Mag sein, dass ihnen nachgesagt wird, zum Teil verwöhnt zu sein und die Freizeit vor die Arbeit zu stellen. Aber es sind jene Generationen, die nachfolgen und auf die Südtirols Arbeitgeber bauen müssen. Das heißt: Die Arbeitgeber in Südtirol werden flexibler sein müssen, wenn sie nicht riskieren wollen, dass noch mehr Arbeitskräfte ihr Glück im Ausland suchen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-68286421_quote" /><BR /><BR />Die Arbeitgeber werden verstärkt auf Smart Working und Homeoffice setzen müssen. Und: Sie sollten weg von alten und verkrusteten Mustern der Personalführung. <BR /><BR />Und noch etwas wäre ein Zeichen, dass man die Nachhaltigkeit und seine Mitarbeiter ernst nimmt – die Sterzinger Unternehmensgruppe HTI (Leitner) hat es vorgemacht: Alle Mitarbeiter können in ganz Südtirol gratis – auf Firmenkosten – die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. <BR />Das ist nicht nur nachhaltig, das ist auch ein Anreiz für Mitarbeiter, der künftig entscheidend für die Jobwahl sein könnte.<BR /><BR /> <a href="mailto:arnold.sorg@athesia.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">arnold.sorg@athesia.it</a>