Mittwoch, 03. August 2016

Arbeit: Südtirol noch einige Punkte von Ziel entfernt

Mit einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent liegt Südtirol an 31. Stelle unter den 300 Regionen Europas. Deutlich schlechter ist es um die Beschäftigungsquote bestellt.

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Foto: © shutterstock

Die jüngste Ausgabe von "Arbeitsmarkt news", der Informationsschrift der Beobachtungsstelle für den Arbeitsmarkt, befasst sich mit den wichtigsten Arbeitsmarktindikatoren und vergleicht diese mit den Werten anderer europäischer Regionen.

Im Vordergrund steht dabei die Erwerbstätigenquote, für die sich die Südtiroler Landesregierung ein hohes Ziel gesetzt hat. In Südtirol lag die Erwerbstätigenquote der 20- bis 64-Jährigen im Jahr 2015 bei 76,7 Prozent und ist damit seit vier Jahren nahezu unverändert. Bis zum Jahr 2020 sollen nach der Zielvorgabe der Landesregierung 80 Prozent der Südtiroler zwischen 20 und 64 Jahren erwerbstätig sein.

"Während sich in der Summe wenig getan hat, hat es innerhalb der verschiedenen Altersgruppen große Verschiebungen gegeben", erläutert der Direktor der Landesabteilung Arbeit, Helmuth Sinn. „Die Quoten der Jugendlichen nehmen ab, die der Älteren nehmen zu, und zwar sehr stark."

Südtirol liegt europaweit mit seiner Beschäftigungsquote im oberen Drittel, gemessen an den italienischen Werten an erster Stelle und im direkten Vergleich mit seinen westlichen und nördlichen Nachbarregionen etwas dahinter. Besonders gegenüber der Ostschweiz, die mit Abstand mehr Personen beschäftigt (84,4 Prozent).

Bei Arbeitslosenzahlen führen Niederbayern und Freiburg

Beim Vergleich der Arbeitslosenquoten schneidet Südtirol hingegen besser ab. Mit seinen 3,8 Prozent befindet sich das Land an 31. Stelle der rund 300 Regionen Europas. Der Abstand zu den beiden besten Regionen, das sind Freiburg und Niederbayern, beträgt nur 1,3 Prozentpunkte.

Das Bundesland Tirol liegt mit 3,0 Prozent an siebter Stelle, die Ostschweiz gleichauf mit Südtirol und das Trentino mit 6,8 Prozent an 137. Stelle.  

stol