Das Landesinstitut für Statistik (Astat) hat einen territorialen Vergleich der Erwerbstätigkeit sowie der Arbeitslosigkeit in Südtirol und den 27 EU-Mitgliedsstaaten durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie, die sich auf das Jahr 2021 beziehen, wurden nun veröffentlicht. <BR /><BR /><b>Folgen der Pandemie deutlich zu sehen</b><BR /><BR />Die Folgen der Pandemie sind bei der Arbeitslosigkeit europaweit ersichtlich. Die Arbeitslosenquote in Südtirol stieg im Jahr 2020 um 0,9 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent an – ein Wert, der auch im Jahr 2021 stabil geblieben ist.<BR /><BR />Im europäischen Vergleich liegt die Südtiroler Arbeitslosenquote nach wie vor unter dem Durchschnitt (7 Prozent). Die Arbeitslosenquote der Frauen ist in allen untersuchten Gebieten mit Ausnahme von Deutschland und Österreich jedoch deutlich höher als jene der Männer. <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/arbeitslosigkeit-in-suedtirol-frauen-am-staerksten-von-der-pandemie-betroffen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Auch in Südtirol sind Frauen wegen der Pandemie am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen.</a><BR /><BR />Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen (15-24 Jahre) liegt in Südtirol bei 9,1 Prozent und ist im selben Maße leicht rückläufig wie im EU-Durchschnitt, der jedoch mit 16,6 Prozent deutlich höher liegt. <BR /><BR />Die anderen Gebiete, mit Ausnahme von Deutschland und der Ostschweiz, verzeichnen 2021 einen leichten Anstieg der Jugendarbeitslosenquote. Besonders Im Trentino wächst die Arbeitslosenquote in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen bedeutend stärker als in den anderen Gebieten an.<BR /><BR /><b> Die Südtiroler Erwerbstätigenquote sinkt stärker als im EU-Durchschnitt</b><BR /><BR />Die für 2021 errechnete Erwerbstätigenquote Südtirols liegt über dem Durchschnittswert der EU-Mitgliedsstaaten. Die Auswirkungen der Coronakrise sind allerdings auch hier in allen untersuchten Gebieten zu beobachten.<BR /><BR />So sinkt in Südtirol die Erwerbstätigenquote in der Altersgruppe der 20- bis 64-Jährigen um 1,4 Prozentpunkte auf 75,8 Prozent. Gleichzeitig steigt der EU-Durchschnittswert auf die Werte von 2019 an (73,1 Prozent).<BR /><BR /><b>Nichterwerbsquote steigt in Südtirol am stärksten</b><BR /><BR />Die Auswirkungen der Pandemie der letzten beiden Jahre spiegeln sich auch bei den Nichterwerbspersonen wider. Zu den Nichterwerbspersonen zählen Menschen, die nicht als erwerbstätig oder arbeitslos gelten. Diese nehmen aus verschiedenen Gründen, zusammen mit den Arbeitsuchenden, zu.<BR /><BR /> Die Zahl der Nichterwerbstätigen unter den 15- bis 64-Jährigen steigt in Südtirol von 24,9 Prozent im Jahr 2020 auf 26,4 Prozent im Jahr 2021 an und verzeichnet damit den größten Anstieg (plus 1,5 Prozentpunkte) in der EU. Der EU-Durchschnitt sinkt dagegen und erreicht das gleiche Niveau wie Südtirol im Jahr 2021.<BR />