Die Jugendarbeitslosigkeit stieg im September auf 26,4 Prozent. Im Juli 2009 lag sie noch bei 25 Prozent. Die Beschäftigungsquote in Italien betrug 57 Prozent, das waren um 0,1 Prozentpunkte mehr als im August und 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vergleichsmonat 2009.Lebensstandard steigt nichtDie Italiener bangen wegen der unsicheren Wirtschaftslage um ihre Zukunft, was sich negativ auf den Konsum auswirkt. Immer mehr Italiener verzichten auf überflüssige Ausgaben und legen Geld zur Seite. In diesem Jahr hat jede dritte Familie in Italien Ersparnisse angesammelt, geht aus einer Studie des Forschungsinstituts Acri-Ipsos hervor. Jede vierte italienische Familie musste wegen der schwierigen finanziellen Lage auf angesammelte Ersparnisse zurückgreifen oder sich verschulden. Immer weniger Familien gelingt es, ihren Lebensstandard zu verbessern. 37 Prozent der italienischen Familien betonten, sie könnten kein Geld zur Seite legen, hätten sich jedoch weder verschulden, noch ihre Ersparnisse angreifen müssen.Nur jede 17. Familie meldete, dass sie trotz der Krise ihre Einnahmen steigern konnte, ergab die Studie. 18 Prozent der Familien betonten, ihr Lebensstil habe sich wegen der Rezession verschlechtert. Arbeiter und Lehrer sind die Berufsgruppen, die die größten Probleme beim Sparen haben. Die meisten italienischen Familien sind sich bewusst, dass die Überwindung der Krise länger dauern wird, als man noch im vergangenen Jahr geglaubt hatte.Italiener empfinden Krise als gravierend83 Prozent der Befragten empfinden die Krise als gravierend, vor einem Jahr lag dieser Prozentsatz noch bei 78 Prozent. 69 Prozent der Italiener sind überzeugt, dass erst in vier Jahren mit einem Ende der Krise zu rechnen sei. 31 Prozent meinen, man müsse sich mindestens fünf Jahre gedulden, um einen Ausweg aus der Krise zu sehen. Trotz der schwierigen Lage stieg der Prozentsatz der Italiener, die sich mit der eigenen Wirtschaftssituation zufrieden erklären, von 54 auf 56 Prozent. apa