Freitag, 11. Dezember 2020

Arbeitslosigkeit im 3. Quartal leicht rückläufig

Eine Studie des Landesinstitutes für Statistik (ASTAT) zeigt eine leichte Erholung bei der Erwerbstätigkeit in Südtirol im Zeitraum Juli bis September dieses Jahres. Die Zahl der Erwerbspersonen beläuft sich auf 268.500. Die Arbeitslosigkeit ist leicht rückläufig, jedoch bleiben Frauen nach wie vor benachteiligt.

Die Erwerbstätigenquote (15-64 Jahre) beläuft sich im dritten Quartal 2020 auf 74,2 Prozent.
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Die Erwerbstätigenquote (15-64 Jahre) beläuft sich im dritten Quartal 2020 auf 74,2 Prozent. - Foto: © shutterstock
Nach wie vor mehr erwerbstätige Männer als Frauen

Die Zahl der Erwerbstätigen hat sich im Vergleich zum letzten Quartal erholt – es kamen 13.900 Personen hinzu, davon 9800 Frauen – und zeigt einen geringeren Verlust im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres (4800 Beschäftigte weniger, davon 2800 Frauen). Damit liegt die durchschnittliche Anzahl der Erwerbstätigen bei 259.500 Personen.

Die Erwerbstätigenquote (15-64 Jahre) beläuft sich im dritten Quartal 2020 auf 74,2 Prozent. Die Erwerbstätigenquote der Männer ist mit 80,9 Prozent nach wie vor bedeutend höher als jene der Frauen, die 67,5 Prozent beträgt.




Die Analyse nach Wirtschaftsbereichen zeigt, dass die Anzahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft mit 15.200 Erwerbstätigen im Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres stabil bleibt. Im Produzierenden Gewerbe beläuft sich die Anzahl der Erwerbstätigen auf 63.200 Personen. Der am stärksten vom Lockdown betroffene Dienstleistungssektor weist einen Rückgang um 3400 Einheiten im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres auf und zählt 181.000 Einheiten.

Arbeitslosigkeit leicht rückläufig, Frauen bleiben aber benachteiligt

Im 3. Quartal 2020 beläuft sich die Anzahl der Arbeitsuchenden in Südtirol auf 9000 Personen. Dies entspricht einem Anstieg um 1200 Personen gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres und einem Rückgang um 1100 Personen im Vergleich zum 2. Quartal 2020.

Die nicht saisonbereinigte Arbeitslosenquote sinkt im dritten Quartal 2020 auf 3,4 Prozent. Die Quote der Männer liegt bei 2,9% Prozent, jene der Frauen bei 4,0 Prozent. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote liegt bei 3,3 Prozent.




Die Anzahl der Nichterwerbspersonen (15-64 Jahre) liegt bei 78.900, das bedeutet eine Zunahme von 2700 Einheiten gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres.

Die Auswirkungen der Corona-Krise zeigten sich vor allem im vorigen Quartal in einer starken Zunahme der potenziellen Erwerbspersonen. Diese Gruppe hat sich von 5600 (2. Quartal 2019) auf 11.900 Personen (2. Quartal 2020) mehr als verdoppelt. Im 3. Quartal 2020 ist die Zahl der potenziellen Erwerbspersonen auf 6900 Personen gesunken.

Die Quote der verlorenen Arbeitskraft, die auch die Nichterwerbspersonen berücksichtigt, die keine Arbeit suchen, aber bereit wären zu arbeiten, sinkt auf 5,2 Prozent.

stol