Der Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte sei „unerwartet“, erklärte der Abteilungsdirektor des Landesamtes für Arbeit, Helmuth Sinn, in einem Interview mit der Tageszeitung „Dolomiten“. Das Saisonende im Gastgewerbe und der schrumpfende Beschäftigungsstand im Bausektor könnten nicht der alleinige Grund dafür sein, betonte Sinn.Den genauen Grund müsse man erst finden. „Es ist ein wenig sonderbar. Die Zahlen sind zwar nicht besorgniserregend, aber trotzdem enttäuschend“, so Sinn, eine Prognose für die kommenden Monate am Südtiroler Arbeitsmarkt sei schwierig. „Momentan entwickelt sich der Arbeitsmarkt gut, obwohl es kleine Anzeichen einer abgeschwächten Dynamik gibt“, erklärte der Abteilungsdirektor im „Dolomiten“-Interview. Die Schuldenkrise sei auf dem Arbeitsmarkt noch nicht zu spüren. Man müsse hoffen, dass das so bleibe. „Wenn diese Krise auf die Realwirtschaft übergreift, dann wird Südtirol nicht mehr so gut davonkommen wie bei der letzten Krise. Dann haben wir ein Problem.“stol