Der lokale Arbeitsmarkt sei angespannt, so das Team im Arbeitsvermittlungszentrum Neumarkt. Während die Würth-Mitarbeiter zumindest begrenzt mit der staatlichen Mobilitätszulage rechnen dürften, sei diese für viele freigestellte Arbeitskräfte aus kleinen und mittleren einheimischen Betrieben nicht verfügbar. Allgemein schwer zu vermitteln seien gering qualifizierte Arbeitnehmer im mittleren Alter. Für schwer vermittelbare Arbeitslose bemühe sich das Arbeitsvermittlungszentrum Neumarkt, Zwischenbeschäftigungen im Rahmen von Freiwilligendiensten zu besorgen, was dank der nahen und guten Zusammenarbeit mit Sozialdiensten und Gemeinden mit einigem Erfolg gemacht worden sei. Landesrätin Stocker interessierte sich sehr für diese informelle Lösung. Ob aus dieser lokalen Initiative zur Abfederung eine allgemeine Maßnahme zur Wiedereingliederung von Arbeitssuchenden werden könne, solle genau geprüft werden. Für Ausländer und für Bewerber aus dem italienischen Raum würden eigens Deutsch-Sprachkurse angeboten, um die Chancen auf einen Job zu erhöhen, erklärte Pernstich. Den Arbeitsvermittlern zufolge ist die Akzeptanz der Deutsch-Kurse nicht sehr hoch. Landesrätin Martha Stocker möchte deshalb soziale Zuwendungen stärker an Eigenleistungen im Spracherwerb binden.