Mittwoch, 15. Juli 2020

Arbeitsmarkt verzeichnet von April bis Juni stärksten Rückgang seit 20 Jahren

Ein Minus von 7 Prozent an Arbeitsverträgen ist in der Zeit von April bis Juni verzeichnet worden. Das ist der stärkste Rückgang seit 20 Jahren.

7 Prozent weniger Arbeitsverträge sind im Quartal April-Juni 2020 im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres verzeichnet worden. (Symbolbild)
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7 Prozent weniger Arbeitsverträge sind im Quartal April-Juni 2020 im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres verzeichnet worden. (Symbolbild) - Foto: © dpa-tmn / Klaus-Dietmar Gabbert
7 Prozent weniger Arbeitsverträge sind im Quartal April-Juni 2020 im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres verzeichnet worden. Das entspricht dem stärksten Rückgang seit dem Beginn der Aufzeichnung der Daten in dieser Form vor über 20 Jahren, wie aus der neueste Ausgabe des Informationsblattes Arbeitsmarkt-News hervorgeht.


Selbst im Krisenjahr Herbst-Winter 2009/10 betrug der Rückgang nicht mehr als einen halben Prozentpunkt. Wie die von der Arbeitsmarktbeobachtung der Landesabteilung Arbeit ausgearbeiteten Daten zeigen, zeichnet sich seit Juni dieses Jahres eine beginnende Erholung ab, die bereits im Mai schwach zu erkennen war.

Entwicklungen unterschiedlich


Dabei sind die Entwicklungen in den einzelnen Sektoren unterschiedlich. Wie der Direktor der Landesabteilung Arbeit, Stefan Luther, feststellt, ist „eine Trennlinie bemerkbar: Wo befristete Verträge verbreitet sind, lässt die Erholung auf sich warten, eine Ausnahme hierbei ist die Landwirtschaft“. Es gebe auch Lichtblicke: etwa im Bauwesen: „Dort wird aktuell sogar ein leichtes Plus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.“

Vorsicht sei allerdings geboten, da die Entwicklung auf dem Südtiroler Arbeitsmarkt derzeit einer Achterbahnfahrt gleiche. Zudem gebe es in Südtirol auch gebietsmäßig unterschiedliche Entwicklungen.

Kontinuierliches Monitoring


Nach dem Lockdown hat die Landesregierung Arbeit und wirtschaftliche Tätigkeiten schrittweise wieder zugelassen. „Der Südtiroler Weg über ein eigenes Landesgesetz hat sich als richtige Entscheidung erwiesen, auch um die negativen Folgen eines Stillstandes möglichst abzufedern“, ist Arbeitslandesrat Philipp Achammer überzeugt.

„Um weitere Entscheidungen treffen zu können, beobachten wir die Situation am Arbeitsmarkt ständig. Die tagesaktuellen Arbeitsmarktdaten, die uns von die Arbeitsmarktbeobachtung seit kurzem zur Verfügung gestellt werden, unterstützen die Ausarbeitung gezielter Maßnahmen und umfassender Strategien. Daran wird auch über die Sommermonate gearbeitet.“

Weitere Angaben und detaillierte Informationen finden sich im Infoblatt Arbeitsmarkt-News oder auf den Landeswebseiten zur Arbeit.

Auch das tagesaktuelle Monitoring der Auswirkungen der Corona-Krise auf den Südtiroler Arbeitsmarkt kann im Internet eingesehen werden.

lpa/stol

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