Donnerstag, 24. November 2016

Arbeitsplätze: Südtiroler Unternehmen krisenresistent

Die Arbeitsplatzdynamik der Südtiroler Unternehmen war in den letzten zehn Jahren stark von der Finanzkrise und ihren Folgen geprägt. Trotzdem erwiesen sich die Unternehmen in Südtirol insgesamt als krisenresistent, konnten doch zwischen 2005 und 2015 knapp 13.500 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

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Foto: © shutterstock

Beim Vergleich der Beschäftigungsdynamik der verschiedenen Unternehmenstypologien zeigt sich, dass mittelgroße Unternehmen (10 bis 99 Beschäftigte) in den letzten zehn Jahren mit zusätzlich 14,2 Mitarbeitern je 100 Beschäftigten stärker zur Jobschaffung beigetragen haben als z.B. kleine Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten (10,3 zusätzliche Mitarbeiter).

Exportunternehmen hatten von 2005 bis 2015 stärker mit den Folgen der Finanzkrise zu kämpfen und haben so in den vergangenen Jahren nur unterdurchschnittlich (8,1 zusätzliche Mitarbeiter) zur Beschäftigungsentwicklung in Südtirol beigetragen.

High-Tech-Unternehmen auf dem Vormarsch

Auf der anderen Seite liegt das Beschäftigungswachstum von High-Tech-Unternehmen mit 30,1 Mitarbeitern je 100 Beschäftigten deutlich über dem Gesamtschnitt. Unternehmen im High-Tech-Bereich bieten zudem die höchste Entlohnung für ihre Mitarbeiter, welche 21 Prozent über dem Durchschnitt aller Unternehmen liegt. Überdurchschnittlich hoch ist die Entlohnung außerdem in den Exportunternehmen (18 Prozent) sowie in den Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten (20 Prozent).

In den vergangenen zehn Jahren sind in der Südtiroler Privatwirtschaft sowohl der Anteil an Teilzeitbeschäftigungen als auch jener von befristeten Beschäftigungsverhältnissen sowie die Frauenbeschäftigung angestiegen. Während Teilzeitbeschäftigungen und befristete Beschäftigungsverhältnisse am häufigsten in kleinen Unternehmen vorkommen, sind Beschäftigte in Export- bzw. High-Tech-Unternehmen hauptsächlich auf unbefristeter Vollzeitbasis angestellt.

Laut Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen, spielen Unternehmen aller Größenklassen eine entscheidende Rolle in der Wirtschafts- und Beschäftigungsstruktur Südtirols, allerdings leisten mittelgroße Unternehmen einen überdurchschnittlich hohen Beitrag zum Beschäftigungswachstum: „Zusätzlich zur Förderung von Neugründungen ist es daher notwendig, auch das Wachstum bestehender Unternehmen verstärkt zu begleiten, damit sie sich im Wettbewerbsumfeld behaupten können.“

stol

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