Mittwoch, 04. Dezember 2019

Arme Schweine, teurer Speck

In China wütet die Afrikanische Schweinepest. Die Hälfte der Schweineherde im Reich der Mitte ist der Seuche zum Opfer gefallen. Darum fehlen 12 Millionen Tonnen Fleisch. Das spürt man auch in Südtirol, wie der „WIKU“ in seiner aktuellen Ausgabe schreibt: Die Preise für Fleisch und Speck steigen unaufhaltsam.

Die Speckproduzenten zittern vor der Afrikanischen Schweinepest.
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Die Speckproduzenten zittern vor der Afrikanischen Schweinepest. - Foto: © Frieder Blickle
Im Reich der Mitte und in Vietnam – nach Angaben des Agrarministeriums sechstgrößter Schweinefleischproduzent der Welt – entfielen auf Schweinefleisch bisher 2 Drittel des Fleischkonsums. Nun haben sich die Preise verdoppelt. Das weltweit gehandelte Schweinefleisch reicht nicht aus, um den Bedarf unvermindert zu decken. Die stark wachsende Nachfrage nach Schwein hat die Schlachtpreise steigen lassen. Konsumenten müssen nun auch in Europa für Schnitzel, Wurst und Braten etwas tiefer in die Tasche greifen. Andreas Moser, Präsident des Südtiroler Speckkonsortiums, ist besorgt: „Die ganze Branche ist in existenzieller Gefahr – Speck, Fleisch, Wurstwaren: Jeder, der Schweinefleisch verarbeitet, hat jetzt dieses Problem.“

Und auch die europäischen Züchter sind vor dem Virus nicht sicher: Es sei reines Glück, dass die Seuche es bisher nicht bis nach Deutschland, Österreich oder Italien geschafft habe, sagen Experten. Was Bauern vorbeugend tun können, erklärt Dr. Christian Piffer, Direktor des Bereiches Tiergesundheit im Südtiroler Sanitätsbetrieb.



stol