Montag, 19. Dezember 2016

Arnold Schuler trifft Vertreter der Südtiroler Weinwirtschaft

Landesrat Schuler hat mit Vertretern der Südtiroler Weinwirtschaft im Felsenkeller der Laimburg Themen von Anbauprogramm bis Züchtung neuer Sorten besprochen.

Landesrat Schuler hat mit Vertretern der Südtiroler Weinwirtschaft im Felsenkeller der Laimburg Themen von Anbauprogramm bis Züchtung neuer Sorten besprochen. - Foto: Lpa/Maja Clara
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Landesrat Schuler hat mit Vertretern der Südtiroler Weinwirtschaft im Felsenkeller der Laimburg Themen von Anbauprogramm bis Züchtung neuer Sorten besprochen. - Foto: Lpa/Maja Clara

Das Versuchszentrum Laimburg wird reorganisiert, damit es sich seinem Hauptzweck, der Forschung, widmen kann. Der Felsenkeller, legte Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler dar, soll zu einem Zentrum der Südtiroler Weinwirtschaft werden und allgemein die Produktion besonderer Südtiroler Lebensmittel in den Mittelpunkt stellen, etwa durch Käse- oder Speckverkostungen.

Große Herausforderungen

Beim Thema Pflanzenschutz, unterstrich Landesrat Schuler, habe letzthin die Kirschessigfliege gezeigt, wie groß die Herausforderungen seien; dabei sei es unabdingbar, Spielregeln einzuhalten. Auch gelte es, bei der Weinerzeugung weiterhin auf Qualität zu setzen.

Diese Beibehaltung und Steigerung der Qualität bezeichnete der Präsident des Konsortiums Südtiroler Wein Max Niedermayr als oberstes Ziel. Bauernbundobmann und Wirtschaftsring-Präsident Leo Tiefenthaler unterstrich die fundamental wichtige Rolle des Versuchszentrums Laimburg für die Qualität der Südtiroler Weine, da Pilzkrankheiten und Schädlinge die Gesundheit der Rebstöcke und Trauben gefährden.

Daten zur Weinwirtschaft in Südtirol

Derzeit gibt es in Südtirol insgesamt 229 kleinere und größere Kellereibetriebe. Auf einer Rebfläche von 5433 Hektar ist - auf der Grundlage der Daten des Vorjahres - mit folgender Aufteilung zu rechnen: 62 Prozent Weißweine, 38 Prozent Rotweine; die Tendenz geht weiter in Richtung weiße Sorten. Die Anbaufläche, die biologisch bewirtschaftet wird, betrug Ende 2015 258 Hektar; im Jahr 2016 sind noch 7,8 Hektar dazugekommen. Die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten sind derzeit nur teilweise differenziert erhoben und werden spätestens innerhalb Jänner genauer eingetragen werden, heißt es aus dem Landesamt für Obst- und Weinbau.

Konsortium zählt 155 Mitglieder

Das Konsortium zum Schutz der Südtiroler Qualitätsweine war im Oktober 2007 gegründet worden und zählt derzeit 155 Mitglieder, die über 99 Prozent der Südtiroler DOC-Fläche (Denominazione di Origine Controllata, kontrollierte Herkunftsbezeichnung) bewirtschaften. Die Mitglieder gehören den drei Verbänden der Kellereigenossenschaften, der Weingüter und der Freien Weinbauern an.

lpa/stol

stol