Mittwoch, 09. August 2017

ASGB-GTV: SAD-Bedienstete am Kuchen beteiligen

Die Gewerkschaft Transport und Verkehr im Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB), begrüßt die Vergabe der lokalen Bahndienste an die SAD Nahverkehr AG. Die Gewerkschafter fordern aber auch, die Angestellten an den Landesmillionen zu beteiligen.

246 Millionen Euro zahlt das Land Südtirol bis 2024 für die SAD-Transportdienste im Bahnverkehr.
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246 Millionen Euro zahlt das Land Südtirol bis 2024 für die SAD-Transportdienste im Bahnverkehr. - Foto: © STOL

246 Millionen Euro zahlt das Land Südtirol bis 2024 für die SAD-Transportdienste im Bahnverkehr. Die Landesregierung hatte am Dienstag die lokalen Bahndienste an die SAD Nahverkehr AG vergeben - für die kommenden sieben Jahre (STOL hat berichtet).

Das freut die SAD AG, aber auch Richard Goller, Fachsekretär der Gewerkschaft Transport und Verkehr (GTV) im Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB). Laut Goller ist es für ein Unternehmen immer sinnvoll, wenn es lang- oder zumindest mittelfristige Planungssicherheit hat.

Allerdings betont Goller auch, „dass SAD-Chef Ingemar Gatterer selbst seine Zufriedenheit zum neuen Dienstleistungsvertrag geäußert hat und davon spricht, damit in neue finanzielle Dimensionen vorzustoßen. Dieser Tatsache Rechnung tragend, sollten auch die SAD-Bediensteten im Bahndienst ein Stück des Kuchens abkriegen.“

Goller: Bedienstete besser entlohnen

Der Transportsektor sei einer der anspruchsvollsten Sektoren und im Verhältnis zur Leistung, die die Bediensteten erbringen müssten, zu schlecht bezahlt.

„Deshalb finde ich es durchaus legitim, dass ein Betrieb, der 246 Millionen Euro zur Erbringung eines Dienstes an öffentlichen Geldern erhält, auch einen Beitrag an die Angestellten abführt“, adressiert Goller seine Forderung an die SAD AG.

Goller sieht aber auch Trenitalia „den zweiten Big Player im Bahndienst“ in der Pflicht. Der habe bereits 2016 den neuen Dienstleistungsvertrag erhalten hat.

stol

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